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Pininfarinas Elektroauto Bluecar geht in Serie

Pininfarinas Elektroauto Bluecar geht in Serie
Pininfarinas Elektroauto Bluecar wird Realität. Ab Herbst 2011 sollen die ersten Fahrzeuge über die Straßen von Paris rollen. (Foto: © Pininfarina)

Nachdem der italienische Autodesigner Pininfarina im Sommer 2010 mit der Studie Nido EV einen Ausblick auf ein elektrisch betriebenes Stadtauto der Zukunft gab, holte er sich zur Verwirklichung des Projekts mit dem Joint Venture-Partner Bolloré und dem Ingenieursdienstleister Cecomp, nun kompetente Partner mit ins Boot. Durch den unterzeichneten Vertrag, der nach Abschluss von Gewerkschafts- gesprächen in Kraft treten wird, soll das Elektroauto Pininfarina Bluecar jetzt in Serie gehen.

Zunächst sollen 4.000 Stück des CO2-freien Cityflitzers Bluecar gebaut werden und ab Herbst 2011 in dem Pariser Carsharing-Projekt „Autolib“ zum Einsatz kommen. Berichten zufolge können Interessierte die Stromer dann gegen eine Gebühr mieten. Ursprünglich war ein Leasing-Modell geplant, bei dem der Flitzer monatlich rund 500 Euro kosten sollte. Nun plant man offenbar eine Tagesmietgebühr in Höhe von 10 Euro bei einer Mindestlaufzeit von 3 Monaten. Genaue Angaben gibt es aber noch nicht. Die Ausschreibung für das Pariser Mobilitätsprojekt „Autolib“ konnte die Bolloré-Gruppe, die mit Pininfarina 2008 das Joint Venture „Véhicules Electriques Pininfarina-Bolloré gründete, für sich gewinnen.

Der CO2-freie Cityflitzer, der sein Debüt bereits 2008 auf dem Pariser Autosalon feierte, wird von einem 50 kW Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus modernen Lithium-Metall-Polymer-Akkus bezieht, auf eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h beschleunigt und im Idealfall eine Reichweite bis zu 250 Kilometer ermöglicht. Die Fahrzeughülle des viersitzigen Stadtflitzers besteht aus wiederverwertbarem Kunststoff und ins Dach des Stromers sind Solarzellen eingebaut, die für zusätzliche Energie sorgen sollen.

Laut Angaben der Herstellers soll sich der Akku des Bluecar innerhalb von 6 Stunden vollständig aufladen lassen. An Schnellladestationen soll die Wartezeit auf 2 Stunden schrumpfen. Bei Bedarf soll es auch eine “Blitz- Ladefunktion” geben. Innerhalb von nur fünf Minuten soll so ausreichend Strom in den Akkus gespeichert sein, um damit eine Strecke von etwa 25 Kilometern zurücklegen zu können. Für die kurze Fahrt in die Stadt sollte das ausreichen. Für einen „den-will-ich haben-Effekt“ sorgen nicht nur die großen Leuchten und die durchsichtige Kunststoffklappe am Heck, sondern auch die gefällige aerodynamische Eiform des Viersitzers. (sk)