Europcar erhält erstes Elektroauto

Der Autovermieter Europcar hat im Rahmen des Pendlerprojektes in der Modellregion Rhein-Ruhr gestern sein erstes, rein elektrisch betriebenes Auto erhalten. Es handelt sich hierbei um einen Renault Fluence Z.E. (”Zero Emission”). Die 4,75 m lange Familienlimousine mit einer Leistung von 70 kW und einem maximalen Drehmoment von 226 Nm erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie erlaubt eine Reichweite von 185 Kilometern und kann in 6-8 Stunden mit haushaltsüblichem Strom aufgeladen werden. Das Quickdrop-System erlaubt einen schnellen Wechsel der Batterie gegen eine voll aufgeladene in 3 Minuten, diese Wechselstationen werden allerdings zunächst nur in Dänemark und Israel aufgebaut. Wann sie nach Deutschland kommen, ist unbekannt.
Das Elektroauto soll zunächst von dem Leiter der Europcar Filiale in Essen, Uwe Hartmann, ausgiebig getestet werden. Dabei sollen erste Erfahrungen mit Elektroautos gewonnen werden, auf deren Basis entschieden werden soll, ob Europcar weltweit Elektroautos in das Vermietgeschäft einbezieht. Tim Ohler, Referent Strategy & Business Development bei Europcar, erklärte bei der Übergabe des Fluence Z.E., dass dem Unternehmen die Förderung zukunftsfähiger Technologien und grüner Mobilitätslösungen besonders am Herzen liege.
In den nächsten Wochen will Renault insgesamt 30 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge an ausgewählte Kunden ausliefern. Diese sollen den Einsatz der Elektrofahrzeuge praxisnah testen. Für Privatkunden soll der Fluence Z.E. ab Anfang 2012 erhältlich sein. Renault gibt den Brutto- Fahrzeugpreis mit 26.180 Euro (zzgl. Überführungskosten) an. Hinzu kommen die monatlichen Kosten für die Batterie des Stromers, die sich laut dem Hersteller auf 79 Euro belaufen werden.
Die Modellregion Rhein-Ruhr nimmt an dem Bundesprogramm “Elektromobilität in Modellregionen” teil, das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit rund 130 Millionen Euro gefördert wird. Die Gelder stammen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und sollen an bundesweit acht Modellregionen verteilt werden. Das Programm wird von der Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH koordiniert. Zusammen mit dem Kooperationspartner RWE wurde im Rahmen des Programms in der Modellregion Rhein-Ruhr bereits ein Netz aus 250 öffentlichen Stromladestationen installiert. (mh)




