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Bund legt Konzept zum beschleunigten Ökostrom-Ausbau vor

Bund legt Konzept zum beschleunigten Ökostrom-Ausbau vor
Die Bundesregierung will mit einem Programm zum Ausbau von Ökostrom und Energiesparen den Ausfall von Atomstrom auffangen. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Nach der verheerenden Atomkatastrophe in Japan will die Bundesregierung mit einem Programm zum Ausbau von Ökostrom und zum Energiesparen den Ausfall von Atomstrom kompensieren. Das geht aus einem Papier hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Zentrale Aspekte hierbei sollen die Offshore-Windenergie und und die energetische Sanierung von Gebäuden sein. Dem internen Papier zufolge sieht das „Aktionsprogramm Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ eine Aufstockung des Energie- und Klimafonds auf eine Milliarde Euro vor. Bislang beträgt er lediglich jeweils 300 Millionen Euro für dieses und nächstes Jahr.

Im Rahmen des Aktionsprogramms soll vor allem die Vergütung für Strom aus Offshore-Windanlagen erhöht werden, damit diese sich schneller refinanzieren können. Allerdings soll die Förderdauer verkürzt werden. Zudem soll der Aufbau der Anlagen durch ein staatliches Finanzierungs- paket der Kfw-Bank finanziert werden, die gleichzeitig die Risiken übernimmt. Dem Regierungspapier zufolge wollen Bund und Länder darüber hinaus eine Offensive starten, mit der neue Flächen für Windkraftanlagen an Land ausgewiesen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt soll im Gebäudesanierungsprogramm liegen, das bislang mit weniger als 1 Milliarde Euro unterstützt wird, zukünftig aber mit jährlich 2 Milliarden Euro gefördert werden soll. Ziel der Aufstockung ist nicht nur eine massive Einsparung von Kohlendioxid (CO2), sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Handwerk. Neben steuerlichen Anreizen zur Häusersanierung, die bislang in der Koalition auf Ablehnung stießen, sieht das Konzept eine Verschärfung der Energiestandards für Neubauten vor. Außerdem sollen die freiwerdenden Gasmengen in Gaskraftwerken, die als gute Ergänzung zum Strom aus Wind oder Sonne gelten, eingesetzt werden.

Ein dritter zentraler Punkt des Aktionsprogramms ist der Ausbau der Stromnetze und -speicher, um die schwankende Einspeisung von Ökostrom aufzufangen. Das Papier soll die Grundlage für das am Dienstag im Kanzleramt stattfindende Gespräch zwischen den Unions- Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel bilden. (sk)