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Großbritannien: Drastische Kürzung der Solarförderung geplant

Großbritannien: Drastische Kürzung der Solarförderung geplant
Auch Großbritannien will die Solarförderung drastisch kürzen. Besonders betroffen sind Anlagen mit einer Leistung über 50 kW. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Nachdem die Bundesregierung erst kürzlich bekanntgab, die Förderung für Solaranlagen zum 1. Juli 2011 erneut kürzen zu wollen, stellte nun auch die britische Regierung in London ihre neuen Tarife für die Solarförderung vor. Demnach werden Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt in Großbritannien künftig nur noch wenig attraktiv sein. Voraussichtlich sollen jedoch die Einspeisetarife für kleine Photovoltaik-Installationen mit einer Leistung bis 50 Kilowatt weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

Bei der Vorstellung der Kürzungen sprach sich der Staatssekretär im Ministerium für Klimawandel, Greg Barker, ausdrücklich dafür aus, dass vor allem kleine Firmen und Branchen gefördert werden sollen, um das Regierungsziel einer dezentralisierten Energiewirtschaft zu erreichen.

Barker schlägt er vor, dass die Regierung die Tarife für Anlagen über 50 kW und freistehende Installationen wie folgt anpassen soll: so sollen 19p/kWh für Anlage zwischen 50kW und 150kW gezahlt werden, 15p/kWh für solche mit 150kW bis 250kW und 8.5p/kWh für die mit 250kW bis 5MW und für „Stand Alone“-Applikationen, also freistehende Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Die Kürzungen seien Teil einer Strategie zur Sicherung von Subventionen für Eigenheime, Gemeinden und kleine Unternehmen, hieß es aus dem Ministerium für Klimawandel. Zudem seien seien derartige Kürzungen bereits in anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Spanien vorgenommen worden.

Für Anlagen mit anaerober Vergärung sollen die Tarife hingegen erhöht werden, und zwar auf 14p/kWh für Anlagen mit einer Kapazität bis zu 250 kW und 13p/kWh für solche mit Kapazitäten zwischen 250 kW und 500 kW. Den Ministeriumsangaben zufolge soll so die Vergärung von Abfällen gefördert werden und nicht der Anbau von Energiepflanzen als Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Bis zum 6. Mai soll der Vorschlag mit den verschiedenen Beteiligten diskutiert werden, bevor dann der endgültige Gesetzentwurf voraussichtlich im Juli entschieden werden soll. (sk)