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Solar-Laternen für Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan

Solar-Laternen für Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan
Licht nach der Katastrophe: Der japanische Elektronikhersteller Panasonic hat für die Menschen in Japan 4.000 Solar-Laternen gespendet. (Foto: © Panasonic)

Nach der verheerenden Naturkatastrophe steht Japan noch immer unter Schock. Die Schadensbilanz fällt erschreckend aus. Das Erdbeben und der folgende Tsunami haben Zehntausende Menschen das Leben gekostet sowie einen großen Teil der Infrastruktur zerstört. Nach den zwei Naturkatastrophen droht dem Land nun auch noch der GAU im havarierten AKW Fukushima. Hunderttausende Menschen wurden aus den verstrahlten Gebieten evakuiert und müssen unter zum Teil widrigen Umständen in Notunterkünften ausharren. Andere Menschen, die nicht in unmittelbarer Nähe zum Unglücks-AKW leben und denen der Tsunami ihr Heim gelassen hat, leben oft ohne Strom.

Zahlreiche Unternehmen haben bereits Spenden nach Japan geschickt. Der im japanischen Osaka ansässige Elektronikhersteller Panasonic hat nun zusätzlich 4.000 praktische Solar-Laternen gespendet. Die Geräte, die normalerweise in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen sollen, wurden in die stark vom Erdbeben und Tsunami getroffenen Regionen Iwate, Miyagi und Fukushima geschickt. Eines der Modelle ist sogar mit einem USB-Output ausgestattet, über den sich Handys mit Sonnenstrom beladen lassen. So ist sichergestellt, dass die Menschen in den stark zerstörten Regionen, die sicher noch eine ganze Weile vom Strom- und Telefonnetz getrennt sein werden, nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind und Kontakt zu ihren Familien halten können.

Hergestellt werden die Laternen vom ebenfalls japanischen Elektronik- hersteller Sanyo, der im Dezember 2009 von Panasonic übernommen wurde. Entwickelt wurden die umweltfreundlichen Laternen für Uganda, da hier weite Teile des Landes nicht ans Stromnetz angeschlossen sind. Außerdem soll die Solar-Laterne für zusätzliche Sicherheit sorgen, da das Licht nicht durch Verbrennung von Petroleum entsteht. Ein Ladevorgang dauert laut Sanyo etwa einen Tag. Danach bietet die Laterne bei voller Leistung (8 Lux) etwa fünf Stunden und bei niedriger Leistung etwa 20 Stunden Licht. Die Laterne kann sowohl als normale Beleuchtung im Dauerlichtbetrieb oder aber als Warnlicht im Blinkmodus laufen.

Die USB-Variante ist deutlich leistungsfähiger und produziert in der höchsten Leuchtstufe bis zu 350 Lux über 22 Power-LEDs. Einmal vollständig aufgeladen spendet die Solar-Laterne auf der niedrigsten Leistungsstufe für 52 Stunden Licht. (ok)