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Stiftung Warentest: Schimmelpilzgift in Bio-Spiralnudeln

Stiftung Warentest: Schimmelpilzgift in Bio-Spiralnudeln
Die Stiftung Warentest hat in zwei Bio-Produkten von Spiralnudeln erhöhte Konzentrationen von Schimmelpilzgiften nachgewiesen. (Foto: © Gerhardt / Pixelio)

Nach Spaghetti sind Spiralnudeln (auch als Fusilli oder Spirelli bekannt) mit die beliebtesten Nudeln der Deutschen. Grund genug für Stiftung Warentest, 25 Marken auf Herz und Nieren zu prüfen. Unter den Testprodukten befanden sich sowohl Nudeln aus Hartweizen, Nudeln mit Ei und Vollkorn-Nudeln. Besonders mit den getesteten Bio-Nudeln waren die Prüfer der Stiftung Warentest nicht zufrieden. Grund: Schimmelpilzgift.

Den knappen Testsieg konnten sich die Buitoni-Spiralnudeln Eliche mit der Gesamtnote 2,1 (”gut”) sichern, die nicht nur in Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl absolut üerzeugten, sondern auch frei von Keimen und Schadstoffen waren. Auch an der Verpackung gab es nichts auszusetzen. Nur der Preis ist mit 1,29 Euro pro 500 Gramm vergleichs- weise hoch. Laut der Stiftung Warentest kosten gute Hartweizen- Spiralnudeln vom Discounter nicht einmal ein Drittel. Die günstigsten “guten” Spiralnudeln bietet Netto Markendiscount an, seine Fusilli Mamma Gina (Note 2,1) kosten pro 500 Gramm nur 0,39 Euro.

Erschreckend dagegen die Ergebnisse der beiden Bio-Spirelli-Sorten von Alnatura und den enerBio Vollkorn-Spirelli von Rossmann. In den beiden Produkten entdeckten die Tester das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON) in einer Konzentration, die deutlich über dem gesetzlich zulässigen Höchstwert lag. Während Rossmann den Verkauf der betroffenen Nudeln inzwischen (allerdings ohne öffentliche Rückrufaktion) stoppte, erklärte Alnatura zunächst, dass die betroffene Charge verkauft sei. Nachdem die Tester aber doch noch vereinzelte Packungen im Handel entdeckten, rief Alnatura die übrigen Packungen zurück und will den betroffenen Kunden bereits gekaufte Packungen ersetzen.

Zu bemängeln gab es außerdem die Barilla Fusilli n.98 und die real Quality Fusilli, in denen die Tester Mineralöl fanden, welches vermutlich aus den Verpackungen (Karton-Faltschachteln) stammt. Die Fusilli rochen ungekocht auch leicht nach Pappe, die von real hatten sogar nach dem Kochen noch einen leichten Papp-Geschmack. (mh)