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Schlechte CO2-Bilanz: E10 nicht umweltfreundlicher als herkömmlicher Sprit

Schlechte CO2-Bilanz: E10 nicht umweltfreundlicher als herkömmlicher Sprit
Uwe Krengel vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel bescheinigt E10 eine schlechte CO2-Bilanz. (Foto: © Jeger / Pixelio)

Seit Wochen erregt der Anfang Februar an deutschen Tankstellen eingeführte Bio- Sprit E10 die Gemüter der Autofahrer. Wie von der Politik betont wurde, soll der Bio-Sprit umweltfreundlicher als das normale Super-Benzin sein. Offiziell heißt es, dass E10 wegen des höheren Ethanolgehalts besonders umweltfreundlich ist, da die Verbrennung von Ethanol einen “gesch- lossenen CO2-Kreislauf” entstehen lässt. Mit anderen Worten: Es wird nur so viel CO2 ausgestoßen, wie die Pflanze im Verlauf ihres Wachstums aus der Umwelt aufgenommen hat. Neusten Forschungsergebnissen zufolge darf jedoch nun auch die vielgepriesene Umweltverträglichkeit des E10-Kraftstoffs bezweifelt werden.

Nachdem die Umweltschutzverbände schon länger die Öko-Bilanz von E10 angezweifelt haben, hat Uwe Krengel vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel nun nachgewiesen, dass E10 tatsächlich eine schlechtere CO2-Bilanz aufweist als das normale Super-Benzin E5. Darüber hinaus hat der Forscher, der eine Analyse der sogenannten CO2-Pfade betrieben hat, herausgefunden, dass in dem vermeintlichen Biosprit E10 gar nicht so viel “Bio” steckt, wie die Befürworter gerne behaupten. Im Gegenteil: Unterm Strich soll E10 sogar umweltschädlicher sein als das herkömmliche Benzin. Dies liegt an den zusätzlichen und sehr aufwändigen Produktionsschritten, die für die Herstellung des E10-Kraftstoffs nötig sind.

Mit diesem Ergebnis, das Krengel gegenüber dem Autoportal Auto.de bestätigte, dürften sich die E10-Kritiker bestätigt fühlen. Diese hatten zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass für den weltweit gestiegenen Bedarf von Bioethanol und den großflächigen Anbau nachwachsender Rohstoffe Ackerflächen gerodet werden müssen sowie beim Anbau der Rohstoffe und dem Transport zusätzlich klimaschädliches CO2 entstehe.

Die Autofahrer sind nach wie vor verunsichert und tanken lieber weiterhin das herkömmliche Benzin. Eine aktuelle ADAC-Umfrage hat ergeben, dass derzeit 85% der Autofahrer E10 kategorisch ablehnen. Um die Autofahrer doch noch von E10 zu überzeugen, kündigte Esso an, die Preise für E10 zu senken. Als erster Automobilhersteller in Deutschland hat Mazda ebenfalls auf die anhaltende Verunsicherung der Verbraucher reagiert: Der japanische Autobauer will allen Mazda-Besitzern, deren Wagen E10 verträgt, eine offizielle Bescheinigung ausstellen, die sie bei ihrem Händler erhalten. Mit dieser Bescheinigung können sich die Autofahrer auf die Verträglichkeit von E10 bei ihrem Modell verlassen. (sk)