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Kauder fordert Gebäudesanierung statt Photovoltaik

Kauder fordert Gebäudesanierung statt Photovoltaik
Volker Kauder fordert mehr Geld für die energetische Gebäusesanierung. Diese bringe mehr als die hohe Förderung der Photovoltaik. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Und wieder gibt es eine Kehrtwende in der Klima- und Energiepolitik: Angesichts der heißen Debatte um einen früheren Atomausstieg fordert Volker Kauder (CDU) nun mehr finanzielle Anstrengungen zum Energiesparen in Gebäuden gefordert. “Ich glaube es wäre besser, wenn wir mehr Geld in die energetische Gebäude- sanierung geben, statt noch mehr Geld für Photovoltaik auszugeben“, so Kauder gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Kauder betonte, mit ein paar Milliarden Euro mehr für die Gebäudesanierung hätte man mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) eingespart und mehr erreicht, als bei einer weiterhin so hohen Förderung für Photovoltaik-Anlagen.

Für die Förderung von Solarstrom gebe es 6 Milliarden Euro, dieser habe aber nur einen Anteil an der Stromerzeugung von zwei Prozent, sagte Kauder. Allerdings wird die Förderung von den Verbrauchern über die im Strompreis enthaltene Ökoumlage bezahlt und könnte nicht einfach für die Gebäudesanierung umgewidmet werden. Auch FDP-Politiker fordern deutlich mehr Geld für die Gebäudesanierung. Dabei hatte die schwarz- gelbe Regierung erst vor kurzer Zeit die Mittel für günstige Kredite zur Dämmung von Häusern auf 450 Millionen Euro gekürzt. Zusätzliche 500 Millionen Euro sollen aus dem von den Energiekonzernen gespeisten Ökoenergie-Fonds kommen. Diese Zahlungen stehen jedoch wegen der drohenden Abschaltung von acht AKW auf der Kippe.

Kauder erklärte, dass die Verlängerung der Laufzeiten immer auch dem Ziel gedient habe, von den AKW-Betreibern Geld für den Ausbau der erneuerbaren Energien und für die Gebäudesanierung abzuschöpfen. Zudem sei die Gebäudesanierung für die Regierung ein Herzstück ihres Energiekonzepts, jedoch gebe es noch nicht die erwünschten Erfolge.

Nach Kauders Vorstellung sollen alle 18 Millionen Gebäude so saniert werden, dass sie rund 80 Prozent weniger Energie verbrauchen als bisher. Da jedoch viele ältere Wohnungen so zugig sind, dass sich eine energetische Sanierung kaum lohnt, wurde im Bauministerium von Peter Raumsauer (CSU) die Idee geboren, mit einer „Abrissprämie“ Geld für Ersatzneubauten zur Verfügung zu stellen. Auch Kauder hält diese Idee für sinnvoll, um die Sanierung rascher vorantreiben zu können. (sk)