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Hühnerfedern als natürliche Basis für Plastikprodukte

Hühnerfedern als natürliche Basis für Plastikprodukte
US-Forscher haben als umweltfreundliche Alternative zu Plastik einen Verbundstoff aus einfachen Hühnerfedern entwickelt. (Foto: © Kaiser / Pixelio)

Jahr für Jahr werden Millionen Tonnen Hühnerfedern einfach so in den Müll geworfen. Möglicherweise können sie jedoch sinnvoll weiterverwertet werden: Forscher der Universität von Nebraska- Lincoln wollen neue Materialien aus den nicht mehr benötigten Federn entwickeln, die danach zu Plastik weiterverarbeitet dienen sollen. Der Studie zufolge sollen Verbundmaterialien wie dieses, bei dem ausschließlich Biomaterial zum Einsatz kommt, auch deutlich umweltfreundlicher herzustellen sein. Im Fall der Hühnerfedern werden diese mit bestimmten chemischen Stoffen wie zum Beispiel Acrylsäuremethylester bearbeitet, was zur Bildung von Polymeren führt, die wiederum die Grundlage für eine Vielzahl von Plastikprodukten dient.

Es gab schon häufiger Experimente mit Federn als Grundlage für Verbundplastik, doch scheiterte es immer daran, dass die Materialien beim Kontakt mit Wasser Probleme bereiteten. Der Forschungsleiter Yiqi Yang berichtet, dass diese Probleme mit dem neuen Material nicht mehr auftreten, sondern der Stoff auch im Wasser stabil ist und gleichzeitig eine hohe mechanische Stärke aufweist.

Schon seit einiger Zeit werden biologische Materialien wie Haare oder Fingernägel bei der Plastikherstellung eingesetzt, weil das in ihnen enthaltene Keratin sehr strapazierfähig und chemisch resistent ist. So wird das Verbundmaterial zugleich leichter und stabiler als vergleichbare Verbindungen aus Polyethylen bzw. Polypropylen. Auch Hühnerfedern enthalten einen hohen Gehalt an Keratin. Ein weiterer Vorteil solcher Verbundmaterialien ist, dass die Hühnerfedern als ihre Grundlage – im Gegensatz zu Erdöl oder Erdgas – äußerst billig, im Übermaß vorhanden und – sehr wichtig – biologisch abbaubar ist.

Bis Plastikprodukte aus Hühnerfedern industriell genutzt werden können und diese Verbundmaterialien vielleicht in Zukunft Erdöl als Rohstoff für Plastik ersetzen können, bedarf es jedoch noch vieler Tests. Außerdem sollten auch kritische Stimmen Gehör finden, die darauf hinweisen, dass auch Bio-Plastikprodukte nicht wirklich umweltfreundlich sind. Zwar bieten sie gegenüber dem Kunststoff auf Erdölbasis einige Vorteile, doch auch sie benötigen in der Produktion fossile Brennstoffe und können darüber hinaus gesundheitsschädlich sein. Umweltexperten drängen deshalb dazu, lieber direkt Alternativen zu Plastik zu suchen. (mh)