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Kein gutes Vorbild: Ministerien beziehen kaum Ökostrom

Kein gutes Vorbild: Ministerien beziehen kaum Ökostrom
Kein gutes Vorbild: Keines der 14 Ministerien bezieht zu 100 Prozent Ökostrom. Das geht aus einer kleinen Anfrage der Grünen hervor. (Foto: © Schütz / Pixelio)

Die Bundesregierung will nach dem AKW- Unglück im japanischen Fukushima die Energiewende in Deutschland einleiten. Das Atomzeitalter soll ein Ende haben, den erneuerbaren Energien die Zukunft gehören. Ein glänzendes Vorbild ist die schwarz-gelbe Koalition dabei aber nicht. Im Rahmen einer kleinen Anfrage wollten die Grünen wissen, welche der Ministerien schon auf Ökostrom umgestellt haben. Die ernüchternde Antwort: Keines der 14 Ministerien bezieht heute seinen Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, inklusive Bundeskanzleramt. Auf dem Dach des Bundeskanzleramts ist jedoch eine große Solaranlage installiert und im Keller steht ein Blockheizkraftwerk.

Aktuell werden nur die Standorte des Umweltministeriums und des Verteidigungsressorts in Bonn sowie der in Berlin angesiedelte Teil des Verkehrsministeriums mit Ökostrom versorgt. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gelobt Besserung: Ab dem Sommer dieses Jahres sollen alle Standorte des Umweltministeriums mit Ökostrom versorgt werden. Im Wirtschaftsministerium, das gemeinsam mit dem Umweltministerium die Eckpunkte für die Energiewende erarbeiten soll, wird bislang nur die Ladesäule für die Elektrofahrzeuge mit reinem Ökostrom versorgt.

Die Franktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn krisitiert, dass CDU und FDP beim Klimaschutz “selbst die eigenen Ziele nicht umsetzen”. Es sei sehr bezeichnend, “dass kein FDP-geführtes Ministerium Ökostrom bezieht”. Was die Bundesregierung offenbar nicht konsequent umgesetzt bekommt, können Verbraucher mit wenig Aufwand selbst erledigen: Der private Atomausstieg ist so einfach wie nie zuvor. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist innerhalb weniger Minuten erledigt und schon trägt man dazu bei, dass mehr Ökostrom in die Netze eingespeist wird.

Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter muss heute nicht mehr teuer sein. Die angebotenen Tarife unterbieten sogar oft die Angebote der Grundversorger. Ein Vergleich lohnt sich und der Wechsel weg vom Atomstrom und hin in eine grüne Zukunft ist schnell und unkompliziert erledigt. Beim Wechsel sollten Verbraucher jedoch darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der 100% Strom aus regenerativen Quellen bezieht und dabei auch selbst in den Ausbau der Erneuerbaren investiert. Auf was man beim Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter achten sollte, erfahren Sie hier: Wie erkenne ich echten Ökostrom?