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Regentonne: Geld sparen und zugleich die Umwelt schonen

Regentonne: Geld sparen und zugleich die Umwelt schonen
Die Gartensaison ist eröffnet. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie bei der Gartenarbeit Geld sparen und die Umwelt schonen können. (Foto: © Handke / Pixelio)

Die ersten Sonnenstrahlen locken die Menschen wieder in ihre Gärten. Nach dem langen und kalten Winter gibt es viel zu tun: Blumenbeete wollen aufgelockert und von Unkraut befreit und neue Pflanzen gesetzt werden. Dabei muss natürlich auch viel gegossen werden. In den meisten Fällen wird dazu das ganz normale Trinkwasser aus dem Hahn genutzt, dabei ist Trinkwasser viel zu kostbar und zu teuer, um es einfach so in den Garten zu schütten. Wenn man nicht über eine zweite Wasseruhr verfügt, die ausschließlich den Verbrauch für den Garten misst, fallen zudem auch noch Abwassergebühren an. Die umweltfreundliche und günstige Alternative zum Trinkwasser ist die Installation einer Regentonne, die das ganze Jahr über für eine nahezu durchgehende und kostenlose Versorgung mit Gießwasser sorgt. Wer ein Haus besitzt oder in einer Mietwohnung mit Garten wohnt, kann mit einer kleinen Investition viel Geld und zudem kostbares Trinkwasser sparen.

Bevor man mit der Installation der Regentonne beginnen kann, sollte man sicherstellen, dass man Zugang zu einem Fallrohr der Dachrinne hat. Vor dem Fallrohr sollte ausreichend Platz sein, um die Tonne richtig hinstellen zu können. Handelt es sich bei der Wohnung oder dem Haus um ein Mietobjekt, sollte man außerdem zuvor mit dem Vermieter abklären, ob dieser der Installation des Regenfasses zustimmt, denn es ist nötig, das vorhandene Fallrohr anzusägen. Sind diese Punkte geklärt, kann man sich der Auswahl der geeigneten Regentonne widmen. Das Angebot reicht vom einfachen grünen Fass über schicke Behältnisse in Terrakottatönen bis zum in die Erde eingelassenen Wassertank. Wir gehen in diesem Fall von einem grünen Fass mit einer Kapazität von 300 Litern aus. Gute Fässer in dieser Größe kosten zwischen 20 und 50 Euro.

Neben der Regentonne benötigt man einen sogenannten Regensammler, der in das Fallrohr montiert wird, und einen Schlauch, der vom Sammler zum Fass führt. In Baumärkten werden oft entsprechende Komplettsets angeboten. Vor dem Kauf sollte man ermitteln, welchen Durchmesser das Fallrohr hat. Das Maß ist für die Wahl des Regensammlers entscheidend. Hat man alle Materialien zusammen, kann an auch schon ans Werk gehen. Je nach Material des Fallrohrs (Kunststoff, Zink, Aluminium, etc.) muss ein entsprechendes Sägeblatt gewählt werden, mit dem man den Ausschnitt für das Einsetzen des Regensammlers durchführen kann. Wie der Ausschnitt vorgenommen werden muss, steht in der Anleitung des Sammlers. Nun zeichnet man den nötigen Ausschnitt an und führt die Sägearbeit am besten mit einer Handsäge durch. Danach muss der Regensammler nur noch in die Lücke eingesetzt und über den Plastikschlauch mit der Regentonne verbunden werden.

Mit einer Regentonne kann man im Jahr je nach Umfang der täglichen Bewässerung schnell bis zu 50 Euro einsparen. Die Investition hat sich meistens nach einem oder zwei Jahren amortisiert. Schwerer wiegt jedoch der Vorteil für die Umwelt und die Schonung der wertvollen Ressource Trinkwasser. Um möglichst lange etwas von der neuen Regentonne zu haben, muss diese aber auch “gewartet” werden. So sollte regelmäßig der Regensammler von Laub und Dreck befreit werden. Im Winter gilt außerdem: Wasser vollständig ablassen und den Sammler auf Winterstellung stellen, ansonsten kann die Regentonne durch die Eisbildung im Inneren platzen und unbrauchbar werden (ok)