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16,9% des deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt

16,9% des deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt
Dem Statistischen Bundesamts zufolge liegt der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bei 16,9%. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Nach vorläufigen Ergebnissen hatten die erneuerbaren Energien in Deutschland 2010 einen Anteil von 16,9 Prozent am Bruttostromverbrauch. Das teilte heute das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der “Europäischen Woche für nachhaltige Energie” mit, die vom 11. bis 15. April 2011 stattfindet. Somit hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch seit dem Jahr 1990 (3,8%) mehr als vervierfacht. Dies ergibt sich aus den aktuellen Ergebnissen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) und der Arbeitsgruppe Energiebilanzen (AGEB). Der Bruttostromverbrauch eines Landes ergibt sich aus der gesamten Bruttostromerzeugung im Inland plus Stromimporte abzüglich der Exporte.

Bis einschließlich 2008 gibt es bereits Daten zum Bruttostromverbrauch für die ganze Europäische Union (EU). Dort lag Deutschland 2008 dem europäischen Statistikamt (Eurostat) mit 15,4% erneuerbarer Energien nur knapp unter dem europaweiten Durchschnitt von 16,7%. Im europäischen Vergleich war Österreich 2008 das Land mit dem höchsten Anteil an erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch: 62,0% wurde hier (vor allem durch Wasserkraft) gedeckt. An zweiter Stelle rangiert Schweden mit einem Anteil von 55,5% und Lettland mit 41,2%. Über den gesamten Zeitraum von 1990 bis 2008 hinweg erreichte Dänemark die höchste Zuwachsrate an erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch. Lag ihr Anteil 1990 noch bei 2,6%, betrug er 2008 schon 28,7%.

Die Kernenergie machte laut den Berechnungen der AGEB und eigenen Berechnungen des Statistischen Bundesamts 2010 in Deutschland einen Anteil von 23,3% des Bruttostromverbrauchs aus. Das ist im Vergleich zu 2008 ein leichter Rückgang (24,1%). Im EU-Vergleich liegt dieser Wert ungefähr im Mittelfeld, der Durchschnitt aller EU-Mitgliedstaaten liegt bei 27,6%. Den höchsten Anteil Kernenergie hatten 2008 die Länder Frankreich (83,2%), Litauen (76,4%) und die Slowakei (56,7%). In insgesamt 12 Staaten der Europäischen Union spielt die Kernenergie überhaupt keine Rolle bei der Stromerzeugung. Dabei handelt es sich um die Länder Dänemark, Estland, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Österreich, Polen, Portugal und Zypern.

In der “Europäischen Woche für nachhaltige Energie” präsentiert die EU- Kommission den Verbrauchern in der EU konkrete Beispiele für einen sparsamen Umgang mit Energie. Dazu finden alleine in Brüssel rund 150 Veranstaltungen statt. In 43 Ländern Europas sind über 450 Energietage geplant, zu denen über 30.000 Teilnehmer erwartet werden. In Deutschland gibt es 38 Veranstaltungen. (mh)