AKWFinder: iPad-App zeigt Atomkraftwerke, End- und Zwischenlager

Selten wollten so viele Menschen wissen, wie weit das nächste Atomkraftwerk vom eigenen Wohnort entfernt ist wie heute. Durch die Havarie des Kernkraftwerks im japanischen Fukushima, das nun auch offiziell auf einer Stufe mit dem Vorfall in Tschernobyl vor 25 Jahren steht, ist das Thema Atomkraft und ihre Gefahren im Bewusstsein der Menschen angekommen. Zwar hat die Bundesregierung nach dem AKW-Unfall reagiert und die ältesten deutschen Atommeiler im Rahmen eines Moratoriums für Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen, ob aber nach dem Auslaufen des Moratoriums ein klares Nein zur Atomkraft und ein Ja zum beschleunigten Ausstieg von der schwarz-gelben Koalition bekannt gegeben wird, bleibt abzuwarten.
Bereits Ende März haben wir unseren Lesern mit dem AKW-Finder eine praktische und kostenlose App für das iPhone vorgestellt, mit der sich schnell nach Eingabe der eigenen Postleitzahl oder via GPS-Lokalisierung die Entfernung zu den umliegenden Atomkraftwerken feststellen lässt. Die AKW-Finder-App lässt den Nutzer die übersichtlich auf einer Karte angezeigten Atomkraftwerke für mehr Hintergrundinfos wie z.B. den Eigentümer, die technischen Daten oder Angaben zur Restlaufzeit anklicken und bietet darüber hinaus eine Verbindung zur deutschen Ausgabe der Wikipedia, wo bei Bedarf noch weitere interessante Informationen zu den einzelnen Kraftwerken zu finden sind.
Eine weitere App, die ebenfalls unter der Bezeichnung AKWFinder in Apples App-Store erhältlich ist, im Gegensatz zur oben genannten App jedoch mit 0,79 Euro zu Buche schlägt, gibt dem Nutzer ebenfalls einen schnellen Überblick über die deutschen Atomkraftwerke und deren aktuellen Status. Für den Anwender ist anhand von Symbolen einfach erkennbar, ob die Kernkraftwerke aktiv oder aber wie z.B. Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1 gerade abgeschaltet sind. Darüber hinaus sind in der AKWFinder-App auch Forschungsreaktoren und Zwischen- sowie Endlager verzeichnet. Nach Eingabe bzw. Ermittlung des eigenen Standorts kann in einer Liste die Entfernung (Luftlinie) zum nächsten AKW oder Zwischen- bzw. Endlager angezeigt werden.
Im Vergleich zur kostenlosen AKW-Finder-App von Moritz Meschonat bietet die kostenpflichtige AKWFinder-App jedoch keine Übersicht über die Atommeiler der deutschen Nachbarstaaten. Ob weitere Daten per Update nachgereicht werden sollen, ist nicht bekannt. Dafür bietet die AKWFinder-App eine für Apples iPad optimierte Vollbildansicht. Die kostenlose AKW-Finder-App erhalten Sie über hier, die kostenpflichtige Version für iPhone, iPad und iPod touch über diesen Link. (ok)







