Bruttobeschäftigung bei erneuerbaren Energien um 8% gestiegen
Im Rahmen einer Studie, die mehrere Institutionen gemeinsam im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) durchgeführt haben, stellte sich heraus, dass die Bruttobeschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien im Jahr 2010 um rund 8% gestiegen ist. Damit waren im vergangenen Jahr insgesamt 367.400 Personen im Bereich der erneuerbaren Energien tätig, das sind 28.000 mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung zeigt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur eine wachsende Bedeutung einnimmt, sondern dass auch die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich deutlich gestiegen ist.
Das liegt nicht zuletzt an dem um 20% gestiegenen Umsatz, den die Sparte erzielen konnte. Auch die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien hat sich um 20% erhöht und betrug insgesamt 26,6 Milliarden Euro. Laut dem DLR ist ein nicht unerheblicher Anteil der Arbeitsplätze auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und seine Auswirkungen zurückzuführen, es wird davon ausgegangen, dass dies bei etwa 70% der Arbeitsplätze der Fall ist.
Betrachtet man die Beschäftigung im erneuerbaren Energien-Bereich genauer, zeigt sich, dass etwa ein Drittel aller Beschäftigten im Bereich der Biomasse tätig ist (122.000) und etwa ein Drittel im Bereich der Solarenergie (120.900). Vor allem bei der Photovoltaik sind deutliche Zuwächse zu verzeichnen, während bei Solarthermie und dem übrigen Wärmemarkt Einbußen erfolgten. Im Bereich der Windenergie ist die Zahl der Beschäftigten zum ersten Mal zurückgegangen, so dass nun rund 26% aller Beschäftigten (96.100) in diesem Bereich tätig sind. In der Geothermie sind 13.300 Personen (4%), in der Wasserkraft 7.600 (2%) und in der Forschung und Verwaltung ebenfalls 7.500 (2%) der Beschäftigten aus der Branche tätig.
Die Studie wurde von dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden- Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Struktur- forschung (GWS) durchgeführt. Hauptsächlich ging es dabei um die allgemeine Arbeitsplatzentwicklung in Deutschland. (mh)




