LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

AKW Fukushima: Lage noch für Monate nicht unter Kontrolle

AKW Fukushima: Lage noch für Monate nicht unter Kontrolle
Die Lage im Unglücks-AKW Fukushima Daiichi ist auch über einen Monat nach der verheerenden Katastrophe noch immer angespannt. (Foto: © Kei)

Auch wenn der verheerende AKW-Unfall im japanischen Fukushima immer mehr aus den Medien verschwindet, ist die Gefahr, die auch heute noch von dem havarierten Kraftwerk ausgeht, noch lange nicht gebannt. Noch immer treten große Mengen Radioaktivität aus den zerstörten Reaktoren aus und verseuchen Land und Menschen. AKW-Betreiber Tepco kämpft zwar weiter gegen die unsichtbare Bedrohung an. Wie das Unternehmen nun in Tokio mitgeteilt hat, wird es aber noch mindestens drei Monate dauern, bis die Lecks, aus denen Radioaktivität momentan ins Umland gelangt, geschlossen sein werden. Bis zu einer vollständigen Entwarnung kann es offenbar bis zu einem Jahr dauern.

Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata geht davon aus, dass man nach dem Verschließen der Lecks nochmals drei bis sechs Monate benötigen wird, um die Strahlung auf “ein sehr geringes Maß” zurückfahren zu können. Dies will man erreichen, indem die Temperatur in den Reaktoren und in den Abklingbecken für gebrauchte Brennstäbe weiter gesenkt wird. Im Augenblick sind die Einsatzkräfte am Unglücks-AKW noch immer damit beschäftigt, weitere Wasserstoffexplosionen wie zu Beginn der AKW- Katastrophe in den Reaktoren 1, 2 und 3 zu verhinden. Dazu wird weiterhin Stickstoff ins Innere der Reaktoren gepumpt. Darüber hinaus sind die Einsatzkräfte weiterhin fieberhaft darum bemüht, das Auslaufen von radioaktiv verseuchtem Wasser ins Meer zu unterbinden.

Zur Messung der Strahlendosis, Temperatur und Sauerstoffkonzentration innerhalb des Reaktors 3 setzt Tepco mittlerweile ferngesteuerte Roboter ein. So will man nun herausfinden, was nötig ist, um den Reaktor unter Kontrolle zu bringen. Die Roboter sollen später auch bei den Reaktoren 1 und 2 zum Einsatz kommen. Die Roboter verfügen über bewegliche Arme und wurden von den USA für die Arbeiten in den Reaktoren bereitgestellt. US-Außenministerin Hillary Clinton hat Japan die weitere Unterstützung der USA zugesagt. Man werde alles tun, um dem Land in der Atomkrise zu helfen, so Clinton während eines Besuchs in Tokio.

In dieser Woche kündigte Tepco eine erste Entschädigungszahlung für die 50.000 Haushalte, die von den Evakuierungen durch den AKW-Unfall betroffen sind, an. Zunächst sollen laut Tepco rund 415 Millionen Euro an die Menschen gezahlt werden, was rund 8.000 Euro pro Haushalt entspricht. Wie viel Entschädigung Tepco insgesamt zahlen wird, ist noch nicht bekannt. Nach der Katastrophe mussten 150.000 Menschen ihre Häuser verlassen und in Notunterkünfte ziehen. Eine Besserung der Wohnsituation ist noch nicht in Sicht. (ok)