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So färben Sie Ostereier ganz natürlich ohne Chemie

So färben Sie Ostereier ganz natürlich ohne Chemie
Es gibt viele Pflanzen und natürliche Produkte, mit denen man völlig ohne Chemie und gesundheitliche Bedenken Ostereier färben kann. (Foto: © Ströbel / Pixelio)

Ostern ohne gefärbte Ostereier ist wie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum und kurz vor den Feiertagen werden in vielen deutschen Haushalten wieder zahlreiche gekochte oder ausgepustete Eier nach Herzenslust bemalt und bunt eingefärbt. Der Handel bietet hier viele verschiedene Ei-Färbemittel an, doch sind diese Mittel wirklich gesundheitlich unbedenklich? Das ist wichtig, denn häufig ist nicht nur die Schale, sondern auch das Ei selbst leicht gefärbt. Diese Färbung ist auf winzige Risse in der Eierschale zurückzuführen, durch die Farbe eindringen kann, die dann mitgegessen wird. Umso wichtiger, dass genau darauf geachtet wird, welche Farbe man zum Färben der leckeren Ostereier verwendet. Verbraucherschützer raten von Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt ab, da die darin enthaltenen synthetischen Farbstoffe bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reizungen auslösen können, warnt Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Eier sollten auch nicht mit Filz- oder Farbstiften bemalt werden, da sie Lösungsmittel enthalten, deren Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen ist.

Große Auswahl natürlicher Farbstoffe zum Eierfärben

Am besten ist es, Farbstoffe aus natürlichen Rohstoffen zu verwenden. Die machen die Eier zwar nicht ganz so leuchtend bunt wie künstliche Farbstoffe, sind dafür aber garantiert nicht giftig. So färben Kamille, Kümmel oder Safran die Eier gelb und Zwiebelschalen verleihen ihnen eine gelbbraune Schattierung. Orangefarbene Eier erhält man einfach mit Rooibos-Tee, während schwarzer Tee weiße Eier braun färbt. Wer rosa Eier möchte, sollte sie mit Preiselbeeren färben, rote Eier erhält man dagegen mit Rotkohl oder Roter Beete. Grün werden Eier, wenn man sie mit Spinat oder Brennnesseln färbt und mit Holundersaft bekommen sie einen bläulichen und mit Blaubeersaft einen violetten Farbton.

Allergiker, die auf eine der genannten Pflanze empfindlich reagieren, sollten auch beim Eierfärben vorsichtig sein und lieber eine andere natürliche Alternative wählen. Wer die selbst gefärbten Eier nach dem Erkalten mit einer Speckschwarte einreibt, verleiht ihnen einen schönen Glanz und verlängert gleichzeitig die Haltbarkeit der Eier auf rund drei Wochen, da das Fett die Poren der zerbrechlichen Hülle verschließt.

Wer nicht selbst färben mag, aber auf bunte Eier zu Ostern trotzdem nicht verzichten mag, greift in der Regel auf bereits gefärbte Ostereier zurück. Diese sind mit Lebensmittelfarbe behandelt, die normalerweise gesundheitlich unbedenklich und auch entsprechend gekennzeichnet sind. Experten sehen die beiden Farbstoffe E140 (Chlorophyllin) für grüne Eier und E160b (Bixin, Norbixin) für orangefarbene Eier als unbedenklich an. Bei sehr empfindlichen Menschen können manche Farbstoffe jedoch allergieähnliche Reaktionen hervorrufen. Insbesondere die sogenannten Azofarbstoffe können bei Allergikern Hautrötungen und Juckreiz oder sogar einen Neurodermitisschub oder einen Asthmaanfall auslösen. Dies könnte bei den Farbstoffen E122 für rote Eier, E151 (Brillantschwarz) für blaue Eier, E102 (Tartrazin) und E104 (Chinolingelb) für gelbe Eier der Fall sein. Schauen Sie beim Eierkauf an Ostern also genau hin oder verzichten Sie gleich auf fertige Eier und färben einfach selbst. (mh)