Windenergie: Google investiert erneut 100 Millionen US-Dollar in Erneuerbare Energien
Vor einer Woche gab der kalifornische Suchmaschinen-Riese Google bekannt, 3,5 Millionen Euro in einen Solarpark in Brandenburg an der Havel investieren zu wollen. Der auf einem 47 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Flugzeugwerks errichtete Solarpark liefert bereits Strom ins Netz. Nur wenige Tage später teilte Google mit, rund 168 Millionen US-Dollar (rund 116,5 Millionen Euro) in ein großes Solar-Projekt in der kalifornischen Mojave- Wüste zu stecken. Nach Aussage Googles die größte Investition, die das Unternehmen jemals in den Ausbau von erneuerbaren Energien gesteckt hat. Insgesamt hat Google bislang mehr als 250 Millionen US-Dollar in Clean-Energy-Projekte investiert. Jetzt folgt ein weiteres großes Investment in einen Windpark in den USA.
Mit 100 Millionen US-Dollar hat sich Google an der weltgrößten Windfarm Shepherds Flat beteiligt. Der Windpark wird aktuell im US-Bundesstaat Oregon gebaut und soll nach seiner Fertigstellung über eine Kapazität von 845 Megawatt verfügen. Damit belaufen sich die Investments des Internet-Giganten in Clean-Energy-Projekte schon auf 350 Millionen US- Dollar, mehr als jedes andere Online-Unternehmen. Mit der Installation der Next-Gen-Windturbinen wurde in Arlington (Oregon) bereits im Jahr 2010 begonnen. Mit der Fertigstellung wird 2012 gerechnet.
Die Gesamtfläche des Windparks beläuft sich auf beeindruckende 78 km². Mehr als 400 Arbeiter müssen 140 Kilometer neue Stromleitungen und 137 Kilometer neue Straßen für den Windpark bauen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich angeblich auf rund 2 Milliarden US-Dollar. In dem Windpark kommen erstmals die neuen GE2.5XL Windturbinen von GE Wind Energy zum Einsatz, die über eine Kapazität von jeweils 2,5 Megawatt (MW) verfügen und besonders effizient sein sollen. Insgesamt werden 338 Windturbinen dieses Typs installiert. Pro Jahr soll Shepherds Flat 2 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom liefern, was ausreicht, um 235.000 Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen.
Google ist schon länger als Investor im Bereich Windenergie aktiv: Vor einigen Jahren investierte man rund 15 Millionen US-Dollar in das Startup Makani Power, das einen Winddrachen entwickelt, der in Höhen von 5 bis 10 Kilometern starke Winde in umweltfreundlichen Strom umwandeln soll. Im Oktober 2010 folgte ein Millionen-Investment in das Offshore-Projekt “Atlantic Wind Connection”. Hier will Google ein 560 Kilometer langes Untersee-Stromkabel finanzieren, das Windkrafträder im Atlantik mit Haushalten an der Ostküste der USA verbindet. Über die erst kürzlich gegründete Google-Tochter Google Energy will der Konzern günstig Ökostrom einkaufen und seinen CO2-Ausstoß auf Null reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, schloss man im vergangenen Jahr mit dem Windpark Story II in Iowa einen Vertrag über die Lieferung von 114 Megawatt grünen Strom ab. (ok)




