Bugatti plant Hybrid-Version seiner Luxus-Limousine Galibier

Luxus-Autobauer Bugatti, der vor einiger Zeit vom VW-Konzern wieder zum Leben erweckt wurde, ist nicht unbedingt für seine besonders umweltfreundlichen Fahrzeuge bekannt. Das Flaggschiff des Konzerns, der Bugatti Veyron, verfügt über 1.001 PS und ist so das schnellste Serienfahrzeug mit Straßenzulassung. Laut Hersteller liegt der Verbrauch des Supersportlers bei rund 24,1 Litern auf 100 Kilometern, was wiederum einem CO2-Ausstoß von stolzen 559 Gramm pro gefahrenem Kilometer entspricht. Der Veyron darf somit als einer der größten Klimakiller überhaupt bezeichnet werden. Gut für die Umwelt, dass bislang nur etwa 300 Exemplare gebaut wurden und auch maximal einige Tausend Fahrzeuge geplant sind. Der Preis von 1,1 Millionen Euro plus Steuern wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass er ein Exot bleibt.
Schnellster und teuerster Hybrid
Doch das immer wichtiger werdende Thema Umweltschutz und die steigenden Kraftstoffpreise gehen auch an der Edelmarke nicht ganz spurlos vorüber. Das neue Fahrzeug, der Bugatti Galibier, soll laut VW optional als Hybrid-Version angeboten werden. Das bestätigte Bugatti- Geschäftsführer Wolfang Durheimer im Gespräch mit einem englischen Fachmagazin. Der Bugatti-Chef geht davon aus, dass zukünftig keine umweltverschmutzenden Autos mehr in Innenstädte gelassen werden. Der typische Galibier-Kunde würde sein Auto aber auch nicht auf einem Parkplatz außerhalb der Stadt abstellen um mit Bus und Bahn weiter in die Innenstadt fahren. Deshalb wird ein Hybridsystem benötigt.
Was aber schon als gesichert gilt, ist, dass der Galibier Hybrid den erst vor einigen Wochen offiziell vorgestellten Porsche 918 Hybrid Spyder als teuerstes Hybridauto der Welt ablösen wird. Die Standard-Version des Bugatti Galibier wird mit dem 16-Zylinder-Motor des Veyron ausgestattet sein, der rund 1.000 PS leistet. Kunden müssen mit einem Preis zwischen 1 und 1,4 Millionen Euro plus Steuern rechnen. Im Gegensatz zum Veyron verfügt der Galibier über vier Sitzplätze, vier Türen und einen kleinen Kofferraum. Mit dem Fahrzeug möchte man vor allem zahlungskräftige Kunden ansprechen, die vielleicht schon einen Bugatti Veyron besitzen und nun für den Familienausflug ähnlich gut motorisiert sein möchten.
Die Türen und Kotflügel der Limousine sind aus poliertem Aluminium gefertigt, die restliche Karosse besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Die Produktion der Luxus-Limousine soll 2013 oder 2014 starten. Zur Leistung und dem Verbrauch des Hybrids gibt es bislang noch keine Informationen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass der Bugatti Galibier kein neues Spritsparwunder wird. (ok)




