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DIW: Eine Million neue Jobs durch Erneuerbare Energien möglich

DIW: Eine Million neue Jobs durch Erneuerbare Energien möglich
Claudia Kemfert vom DIW, geht davon aus, dass durch die geplante Energiewende 1 Million neue Jobs geschaffen werden könnten. (Foto: Sturm / Pixelio)

Durch den nach dem Unfall im japanischen Fukushima Daiichi geplanten vorzeitigen Ausstieg aus der Atomenergie und der damit einhergehenden Energiewende könnten in Deutschland zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen. Claudia Kemfert, Wirtschaftsexpertin vom DIW, geht davon aus, dass sich der geplante Ausbau der Erneuerbaren Energien zu einem wahren Jobmotor für die deutsche Wirtschaft entwickeln könnte. Die Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) hält es für realistisch, dass in der grünen Branche bis zu einer Million Arbeitsplätze geschaffen werden können, wenn der Boom weiter anhält.

Im Gespräch mit dem “Hamburger Abendblatt” sprach die Expertin des DIW über die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus dem Boom bei den erneuerbaren Energien angesichts der Umbaus der Energiewirtschaft in Deutschland ergeben. Kein anderer Wirtschaftszweig sei so gut darauf eingestellt, von dieser Entwicklung zu profitieren. Die neuen Jobs könnten laut Kemfert aber nicht nur bei den Stromproduzenten oder Herstellern von beispielsweise Solar- oder Windkraftanlagen entstehen.

Auch Unternehmen, die in den Bereichen Energiespeicherung und Energieeffizienz sowie intelligenten Daten- und Energienetzen tätig sind, könnten durch die Energiewende neue Fachkräfte benötigen. Aber auch in klassischen Umweltschutzbranchen wie Müllverarbeitung, Recycling und Wasseraufbereitung könnten viele neue Arbeitsplätze entstehen. Hier gebe es für deutsche Unternehmen zudem die Gelegenheit, ihre Position am Weltmarkt weiter auszubauen.

Bereits im vergangenen Jahr prognostizierte Kemfert, dass in den nächsten 10 Jahren zusätzliche 100.000 Arbeitsplätze durch den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen werden können. Bis 2030 könne diese Zahl sogar auf 600.000 Arbeitsplätze ansteigen, sagte Kemfert damals. Durch die folgenreiche AKW-Katastrophe in Fukushima und die dadurch ausgelöste Debatte über die Zukunft der Atomkraft werden diese Zahlen nun immer realistischer. (ok)