Finanzierung von Mega-Solarpark Donaumoos zugesagt

Schon seit mehreren Jahren ist in Berg im Gau die Errichtung des Mega-Solarparks Donaumoos geplant, doch nun hat die Betreiberfirma PV Strom endlich auch ihre Zusage gegeben, den Park mit rund 100 Millionen Euro zu finanzieren. Die Anlage soll zwischen Dettenhofen und Karlshund auf einer Konversionsfläche entstehen, also auf einem Gebiet, auf dem früher Bodenschätze abgebaut wurden und auf der neue Solaranlagen vom Staat in Form einer Einspeisevergütung gefördert werden. Anlagen, die auf regulärem Ackerland errichtet werden, werden seit Juli 2010 nicht mehr gefördert. Im konkreten Fall handelt es sich bei dem Baugelände um eine Fläche, auf der früher Torf abgebaut wurde.
Der bislang größte Solarpark in Deutschland ist der Solarpark Lieberose, in dem auf einer Fläche von 162 Hektar über 700.000 Sonnenkollektoren stehen, die eine Jahresleistung von etwa 52 Gigawattstunden erzeugen. Die Modulfläche beträgt beeindruckende 500.000 m². Die Errichtung des Solarparks erforderte Investitionen in Höhe von 160 Millionen Euro. Auch der am 20. August 2009 eröffnete Solarpark Lieberose wurde auf einer Konversionsfläche errichtet, in diesem Fall handelte es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz.
Dank den Fortschritten in der Solarenergietechnik in den letzten Jahren soll der Solarpark Donaumoos mit nur 4000 Solarmodulen auf einer Fläche von 90 Hektar nur halb so groß sein wie Lieberose und trotzdem eine Leistung von rund 60 Gigawattstunden erzielen. Damit wird er einer der leistungsstärksten Solarparks im gesamten Bundesgebiet und kann den Strombedarf der Hälfte der Bevölkerung des Landkreises Neuburg- Schrobenhausen decken. In dem oberbayerischen Landkreis leben rund 92.000 Menschen. Die eingesetzten Solarmodule stammen aus Franken, noch ist allerdings nicht bekannt, von welchem Unternehmen.
Kambis Ebrahimi, Betreiber von PV Strom, erklärte, dass man so bald wie möglich mit dem Bau des Solarparks beginnen wolle, man warte nur noch auf die Zusage des zuständigen Netzbetreibers Eon, der laut Ebrahimi bereits positive Signale ausgesendet habe. Die Hochspannungsleitung, die für die Netzeinspeisung erforderlich ist, verläuft zudem direkt über das Grundstück des Solarparks. Die Bauzeit des Solarparks wird auf 9 bis 18 Monate geschätzt, die Laufzeit wird auf 30 Jahre geschätzt, danach soll der Solarpark wieder deinstalliert werden. (mh)





