Nissan Leaf und Chevrolet Volt überzeugen im Crashtest

Bei einem erst kürzlich durchgeführten Crashtest schnitten die beiden elektrisch angetriebenen Autos Nissan Leaf und Chevrolet Volt sehr gut ab: Die beiden Stromer sind demnach genau so sicher wie vergleichbare Fahrzeuge mit einem konventionellen Antrieb. Das Institut für Sicherheit der Autoversicherer der USA (Institute für Highway Safety, IIHS) wollte in einem Test den Insassanschutz der beiden genannten E-Autos testen und überprüfte unter anderem das Verhalten des Autos bei Front-, Seiten- und Heck-Kollisionen. Dabei wurde sogar ein Überschlag simuliert. Es waren die ersten offiziellen unabhängigen Sicherheitstests, denen sich der Leaf und der Volt unterzogen haben.
Sowohl der Nissan Leaf als auch der Chevrolet Volt erzielten bei den Crashtests hervorragende Ergebnisse und erhielten aufgrund ihres elektronischen Stabilitätsprogramms als Auszeichnung die Note “Top Safety Pick”, mit der sie nun werben dürfen. Die Hersteller der beiden Modelle dürften über das Ergebnis hocherfreut sein, noch im Februar dieses Jahres mussten sie befürchten, dass ihre beiden Modelle trotz mehrfacher Auszeichnungen zu Ladenhütern werden. Die Bestnoten im Sicherheitstest könnten jedoch auch noch skeptische Käufer überzeugen.
Die besondere Bauart der beiden Elektroautos hat zu dem guten Abschneiden beigetragen, denn da sie über keinen massiven Motorblock im Vorderteil verfügen, bleibt mehr Platz zwischen dem Frontstoßfänger und der Windschutzscheibe, der als Knautschzone wirken und so die Aufprallenergie absorbieren kann. Zusätzliche Stabilität erhalten die Autos durch die knapp 200 Kilogramm schwere Batterie, die sich im Fahrzeugboden befindet. IIHS-Leiter Joe Nolan fasst die Ergebnisse zusammen: Zwar hätten die beiden Autos eine anderes Antriebskonzept, aber ihr Sicherheitsstandard sei genau so hoch ist wie der alle anderer Modelle, die mit Bestnote bestanden hätten. Unter den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gibt es inzwischen 78 Modelle mit “Top Safety Pick”.
Der Nissan Leaf, ein vollwertiger Kompaktwagen mit Elektroantrieb, der erst kürzlich mit dem begehrten Preis “World Car 2011” ausgezeichnet wurde, soll in Deutschland Ende des Jahres auf den Markt kommen und rund 35.000 Euro kosten. Dann soll auch sein direkter Konkurrent, der Chevrolet Volt erhältlich sein, der wie sein deutsches Schwestermodell, Opel Ampera, einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor zur Unterstützung an Bord haben wird. Der Chevrolet Volt, ebenfalls mit mehreren namhaften Auszeichnungen geehrt, soll ab 42.000 Euro erhältlich sein. Ein Video des Crashtests gibt es hier zu sehen. (mh)




