Tesla Model S: Batterie-Tausch-Service für die USA geplant

Im März gab der Elektroauto-Pionier Tesla im Rahmen der Eröffnung eines Händlers in Mailand (Italien) neue Details zu seiner kommenden viertürigen Sportlimousine Model S bekannt. Unter anderem äußerte sich der Hersteller zu den verschiedenen Modellversionen des luxuriösen Stromers. So wird es das Model S in drei Varianten geben, die sich in erster Linie durch ihre maximale Reichweite unterscheiden: Das Grundmodell, das ab 57.000 US-Dollar erhältlich sein wird, bietet laut Tesla eine Reichweite von rund 250 Kilometern. Die mittlere Version für rund 67.000 US-Dollar kommt auf eine Reichweite von 370 Kilometer. Das 77.000 US- Dollar teure Premium-Modell wird sogar eine für Elektroautos sehr hohe Reichweite von 480 Kilometern bieten.
Trotz der im Vergleich zu anderen Stromern hohen Reichweite kommt das Model S immer noch nicht an die Reichweite eines herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor heran. Die vergleichsweise geringe Reichweite gilt neben den hohen Preisen noch immer als größter Kritikpunkt an den Elektrofahrzeugen. Tesla möchte seinen Kunden durch die Möglichkeit eines Batterietauschs nun mehr Sicherheit geben. Nach dem Vorbild von Better Place möchte man den eigenen Kunden anbieten, auf längeren Fahrten bei einem Tesla-Händler eine aufgeladene Batterie einsetzen lassen zu können. Auf dem Rückweg können die Kunden dann ihre eigene Batterie wieder vollständig aufgeladen abholen, sie einsetzen lassen und die Leihbatterie zurückgeben. So könnten zeitintensive Ladestopps auf längeren Reisen komplett wegfallen.
Welche Kosten für den Batteriewechsels auf die Kunden zukommen, hat Tesla noch nicht verraten. Ob ein ähnlicher Service auch für europäische Nutzer angeboten würde, ist ebenfalls noch unklar. Tesla will mit der Auslieferung der Sportlimousine Mitte 2012 beginnen. Zunächst sollen nur die USA mit dem Model S versorgt werden. Wie schon beim Tesla Roadster werden auch beim Model S die ersten 1.000 Fahrzeuge mit einer besonderen Ausstattung an die Kunden ausgeliefert. Für Europa sind bislang noch keine Preise für die Fahrzeuge bekannt, allerdings dürften sie durch Transportkosten und Steuern deutlich höher liegen.
Im Jahr 2012 will Tesla 5.000 Fahrzeuge vom Typ Model S bauen. Im darauffolgenden Jahr soll dann die volle Kapazität von 20.000 Autos pro Jahr erreicht werden. Der in Kleinserie gebaute Vorgänger Tesla Roadster konnte sich seit seiner Einführung rund 1.500 Mal verkaufen, den Großteil davon in den USA. Auf deutschen Straßen fahren aktuell rund 100 der elektrifizierten Zweisitzer. (ok)




