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USA: Elektroauto-Verkäufe steigen sehr langsam an

USA: Elektroauto-Verkäufe steigen sehr langsam an
Die Elektroauto-Verkäufe in den USA steigen trotz attraktiver Förderprogramme nur sehr langsam an. Der Volt macht sogar leichte Rückschritte. (Foto: © GM)

Die Vereinigten Staaten wollen wie Deutschland in einigen Jahren mindestens eine Million elektrische Fahrzeuge auf den Straßen fahren haben. Wenn es nach US- Präsident Barack Obama geht, dann soll dieses Ziel in den USA schon bis 2015 erreicht werden. Die Bundesregierung will dieses Ziel erst bis 2020 erreicht haben. Im Gegensatz zu Deutschland bieten die USA Käufern eines Elektroautos Anreize in Form einer Steuervergünstigungen von bis zu 7.500 US-Dollar (rund 5.000 Euro) an. Dieser staatliche Anreiz gilt momentan jeweils für die ersten 200.000 verkauften Elektrofahrzeuge eines Herstellers. Hinzu kommen dann noch weitere individuelle Förderungen der einzelnen Bundesstaaten. Käufer eines Stromers in Kalifornien erhalten zum Beispiel einen Zuschuss in Höhe von 5.000 US-Dollar. Darüber hinaus planen die USA in nächster Zeit noch weitere Anreize für den Kauf eines Stromers zu schaffen. In Deutschland gibt es noch keine staatliche Förderungen für Käufer von Autos, die mit einem alternativen Antrieb ausgerüstet sind.

Trotz der steuerlichen Anreize in den USA will die Nachfrage nach den umweltfreundlichen Stromern nicht so recht an Fahrt aufnehmen. So wurde der mehrfach ausgezeichnete Nissan Leaf, der sich erst in der vergangenen Woche den begehrten Titel für das Weltauto des Jahres 2011 sichern konnte, bislang nur 1.044 Mal in den USA verkauft. Wie Nissan mitteilt, gibt es jedoch einen spürbaren Aufwärtstrend, der sich jedoch noch in überschaubaren Rahmen hält. So stiegen die Verkäufe in den USA von 298 Fahrzeugen im März auf 573 Fahrzeuge im April.

Rückschritte gibt es bei der General Motors-Hoffnung Chevrolet Volt zu verzeichnen. Mit 1.703 in 2010 verkauften Exemplaren hat der Volt zwar in den USA die Nase vorne, die Verkaufszahlen sanken jedoch von 608 verkauften Fahrzeugen im März auf 493 verkaufte Fahrzeuge im April ab. Seit Einführung des Chevi Volt hat sich der Stromer 2.029 Mal verkaufen können. Bei Nissan können die noch relativ niedrigen Verkaufszahlen mit Produktionsausfällen in Japan zusammenhängen. Noch wird der Stromer ausschließlich in Japan gebaut. Durch die Naturkatastrophe stand die Produktion des Herstellers einige Zeit still. Bis September 2011 will Nissan 20.000 Leafs in die USA exportieren.

Hierzulande wird der Nissan Leaf nicht vor Ende 2011 bzw. Anfang 2012 erhältlich sein. Der Stromer wird wahrscheinlich zwischen 30.000 und 35.000 Euro kosten. Chevrolets Volt wird ab Herbst 2011 ab rund 42.000 Euro in den europäischen Autohäusern stehen. Der nahezu baugleiche Opel Ampera wird ebenfalls noch 2011 zum Preis von 42.900 Euro und somit etwa 1.000 Euro teurer als der Volt in den Verkauf starten. (ok)