LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

Keine Stromausfälle: Nur noch sechs deutsche AKWs am Netz

Keine Stromausfälle: Nur noch sechs deutsche AKWs am Netz
Aktuell sind nur noch sechs der insgesamt 17 deutschen Atomkraftwerke am Netz und trotzdem kommt es nicht zu Stromausfällen. (Foto: © Bleyenberg / Pixelio)

Das nach dem verheerenden AKW-Unfall in Fukushima verhängte Moratorium für die ältesten der deutschen Atommeiler nutzten die Energieversorger dazu, die Verbraucher zu verunsichern, in dem man vor großflächigen Stromausfällen warnte. Die Gefahr von Blackouts steige durch das verhängte Moratorium immens, hieß es immer wieder. Nach der Abschaltung trat diese Befürchtung jedoch nicht ein. Jetzt sind durch die planmäßige Revision drei weiterer Reaktoren sogar nur noch sechs deutsche Atomkraftwerke am Netz - so wenige wie seit den frühen 70er Jahren nicht mehr - und dennoch ist die Stromversorgung stabil. Auch bei den Strompreisen, die drastisch ansteigen sollten, gibt es laut einem Bericht der “Frankfurter Rundschau” keinen Aufwärtstrend zu erkennen.

Von 17 deutschen Atommeilern sind aktuell nur sechs am Netz. Statt 21.000 Megawatt werden momentan nur 8.500 Megawatt aus Kernkraft in das deutsche Stromnetz eingespeist. Bereits im März 2011 ging RWEs Atommeiler Grafenheinfeld für Wartungsarbeiten vom Netz. Am Sonntag gegen 17 Uhr schaltete der Stromanbieter dann auch den den Reaktor Grundremmingen B für planmäßige Wartungsarbeiten ab. Am Montag folgte dann auch das AKW Grohnde von Energieriese Eon. Auch hier werden planmäßige Revisionsarbeiten durchgeführt.

Medienberichten zufolge hat die Abschaltung von nun insgesamt 11 AKWs keinerlei Auswirkungen auf den Strompreis. Neben den üblichen Schwankungen habe es am Leipziger Stromhandelsplatz EEX keine Bewegungen gegen. Die Stromimporte aus französischen AKWs sind zwar in diesem Zeitraum angestiegen, allerdings exportiert Deutschland auch weiterhin große Mengen Strom in Nachbarländer wie Österreich und Polen, so dass unter dem Strich nur noch wenig Strom importiert wird. Darüber hinaus laufen die fossilen Kraftwerke aktuell mehr als sonst. Insbesondere die Kohle- und Gaskraftwerke müssen im Moment mehr Strom produzieren, wodurch auch die CO2-Emissionen ansteigen. Den Umweltschutzorganisationen, die einen kompletten Ausstieg aus der Atomkraft bis 2017 oder sogar 2014 für möglich halten, dürfte die aktuelle Situation allerdings trotzdem Auftrieb geben.

Die Bundesregierung plant angeblich einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. In den Jahren 2018 und 2022 sollen die deutschen AKWs nach und nach vom Netz gehen. Dabei könnte es laut einem aktuellen Bericht der “Rheinischen Post” ein kombiniertes Modell aus Reststrommengen und einem endgültigen Enddatum für jedes der deutschen Atomkraftwerke geben. In Regierungskreisen wird jedoch noch bestritten, dass man sich schon auf ein Modell für den Ausstieg geeinigt habe. Aktuell prüfe man mehrere Varianten, heißt es. (ok)