Tesla-Gründer Musk: Die Zukunft gehört den Elektroautos

Auch wenn die ersten Elektroautos gerade erst in größeren Stückzahlen auf den Markt kommen, ist Tesla-Gründe Elon Musk schon jetzt fest davon überzeugt, dass die Elektromobilität das Modell der Zukunft ist. “Ich bin absolut sicher, dass alle Arten des Transports in Zukunft mit Elektroantrieben betrieben werden - mit der ironischen Ausnahme der Raketen”, so Musk während einer Talk-Runde am Rande des Tribeca Film Festivals, auf dem die E-Car-Dokumentation “Revenge of the Electric Car” (Die Rache des Elektroautos) Premiere feierte. Auf die Raketen kam Musk nicht zufällig zu sprechen: Neben dem Elektroauto- Hersteller Tesla gehört ihm auch das Unternehmen SpaceX, über das zahlungskräftige Kunden ihren privaten Flug ins Weltall buchen können.
Noch können sich Elektroautos nicht mit Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren Messen. Im vergangenen Jahr waren lediglich 20.000 von insgesamt 73 Millionen verkauften Fahrzeugen mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Einige Gründe dafür, warum Kunden noch nicht im großen Stil zu Stromern greifen, ist die noch sehr kleine Auswahl verbunden mit geringen Stückzahlen, die teilweise extrem hohen Preise und die Verunsicherung der Käufer durch die im Vergleich zu Autos mit herkömmlichem Antrieb geringen Reichweiten der Elektroautos.
Auch Carlos Ghosn, Chef von Renault-Nissan, zeigte sich bei der Talk- Runde äußerst optimistisch, was die Zukunft von Elektroautos angeht. Nissan hat im vergangenen Jahr den rein elektrisch betriebenen Leaf auf den Markt gebracht. Hierzulande wird der Nissan Leaf für Anfang 2012 erwartet. Er soll das erste Elektroauto sein, das in Großserie produziert und zu einem vergleichsweise erschwinglichen Preis erhältlich sein wird. Nissan hat nach eigenen Angaben mittlerweile 5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert. Laut Ghosn ist das ein Risiko, aber man könne keine Innovationen schaffen, ohne dabei Risiken einzugehen. “Aber wenn man schon ein Risiko eingeht, ist dieses [Nissan Leaf] ein gutes”, sagte Ghosn. Dem Nissan-Chef zufolge ist die Nachfrage nach dem Stromer enorm groß. Bislang hätten schon 250.000 Menschen ihr Interesse an dem Auto bekundet oder aber eines vorbestellt.
Ghosn hat nach eigener Aussage nicht einmal vor, die Menschen von der Elektromobilität zu überzeugen, weil die Nachfrage so groß sei. Man wolle niemanden elektrifizieren, der nicht elektrifiziert werden will, so seine Aussage. Und der Renault-Nissan-Chef hatte noch eine weitere, sehr interessante Zahl zu vermelden. Laut mehrerer Umfragen, die Nissan im Zusammenhang mit dem Leaf durchgeführt hat, wollen sich die meisten Interessenten eine Leaf zulegen, um diesen als Zweitwagen zu nutzen. Die Reichweite des japanischen Stromers reiche aus, um 80 Prozent der von den Menschen im Alltag zurückgelegten Entfernungen bewältigen zu können, fügte Ghosn noch hinzu. Einen Trailer zu “Revenge of the Electric Car”, in dem auch Musk und Ghosn zu sehen sind, gibt es hier. (ok)




