Jaguar realisiert Supersportler C-X75 als Power-Hybrid

Medienberichten zufolge will Jaguar seine spektakuläre Studie C-X75 tatsächlich in die Realität umsetzen und - zum ersten Mal zusammen mit der Motorsportfirma Williams F-1 - eine limitierte Auflage von 250 Fahrzeugen bauen. Schon auf dem Pariser Autosalon im vergangenen Jahr sorgte der C-X75 für Aufsehen - nicht nur das sehr extravagante Design, auch seine Turbinentechnik begeisterte die Fachwelt. Das Serienfahrzeug verzichtet allerdings auf die beiden Gasturbinen mit je 95 PS und soll stattdessen von zwei Elektromotoren an der Antriebsachse und einem aufgeladenen Vierzylinder-Benziner angetrieben werden.
Das Design des Konzepts soll jedoch weitgehend übernommen werden. Dank des leichten und dabei aber extrem stabilen Karbon-Chassis kann jede Menge Gewicht eingespart werden, so dass der C-X75 auf ein Gesamtgewicht von weniger als 1100 Kilogramm kommt. Jaguar- Chefdesigner Ian Callum erklärt, dass man von Beginn an darauf Wert gelegt habe, dass das Serienmodell ein ebensolches Aufsehen erregt wie die Konzeptstudie. Er bezeichnet den neuen C-X75 als “innovativsten und spektakulärsten Jaguar aller Zeiten” und ergänzt selbstbewusst, dass man selbst im harten Markt der Supersportwagen “das schönste Auto” bauen kann. Und äußerst sparsam ist man dabei auch noch.
Der megasportliche Superhybrid soll den Sprint von 0 auf 100 km/h in rund 3 Sekunden schaffen und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 320 km/h erreichen. Der Durchschnittsverbrauch liegt den Angaben des Herstellers zufolge bei gerade einmal 3,8 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entspricht. Der Jaguar C-X75 soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern haben. Wann genau die limitierte Auflage zu kaufen sein wird, ist noch nicht bekannt, Experten gehen jedoch davon aus, dass die Produktion in den Jahren 2013 bis 2015 starten wird. Je nach lokalem Markt soll der Preis bei mindestens 700.000 britischen Pfund liegen, was rund 900.000 Euro entspricht.
Mit dem C-X75 tritt Jaguar in direkte Konkurrenz zu Porsche, die ebenfalls mit einem Hybrid-Supersportler in Serie gehen. Der Porsche 918 Spyder soll von einem 500 PS starken 8-Zylinder-Motor angetrieben und von zwei Elektromotoren mit 218 PS unterstützt werden. Noch mehr Luxus will Bugatti mit der Hybrid-Version seines Galibier bieten. Das Auto soll allerdings mehr als eine Million Euro kosten. (mh)




