USA: Gesetzentwurf für höhere Förderung von Elektroautos

US-Verbraucher, die sich beim Kauf eines neuen Autos für eines mit Elektroantrieb entscheiden, erhalten als zusätzlichen Anreiz steuerliche Vergünstigungen von bis zu 7.500 US-Dollar (rund 5.000 Euro). Dieser staatliche Anreiz gilt momentan jeweils für die ersten 200.000 verkauften Elektrofahrzeuge eines Herstellers. Hinzu kommen dann noch weitere individuelle Förderungen der Bundesstaaten. Käufer eines Stromers in Kalifornien erhalten zum Beispiel einen weiteren Zuschuss in Höhe von 5.000 US-Dollar. Wenn es nach einem neuen Gesetzentwurf geht, der sich aktuell im US-Kongress befindet, könnte die Förderung der Elektromobilität schon noch weiter angehoben werden.
Der Gesetzentwurf stammt aus der Feder von drei Demokraten und einem Republikaner. Er sieht vor, dass die Steuervergünstigungen für Käufer eines Elektroautos von 7.500 auf 9.500 US-Dollar angeboben wird. Die höhere Vergünstigung soll allerdings vorerst nur für 500.000 Käufer aus insgesamt 10 Städten, die als Pilotprojekt dienen sollen, gelten. In jeder der Städte könnten dann bis zu 50.000 Menschen die gesteigerte Förderung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus will man 300 Millionen US-Dollar für den Ausbau der Ladestationen in den jeweiligen Städten zur Verfügung stellen, berichtet die Zeitung “Detroit News”.
Darüber, welche Städte an dem Pilotprojekt teilnehmen dürfen, soll ein Bietverfahren entscheiden. Der Gesetzentwurf, der unter dem Titel “Electric Drive Vehicle Deployment Act” verfasst wurde, sieht außerdem vor, die Steuervergünstigungen für die Installation einer Ladestation in der eigenen Garage länger zu gewähren. Nach aktuellem Stand würde die Förderung im Jahr 2014 auslaufen. Privatleute erhalten bis zu 2.000 US-Dollar Steuervorteil für die Installation einer Ladestation im eigenen Heim. Kommerzielle Anbieter würden weiterhin einen Steuervorteile von bis zu 50.000 US-Dollar erhalten. Ebenfalls geplant ist eine Initiative, die die Produktion von Teilen für Elektroautos und die Erforschung von Elektroantrieben im eigenen Land stärker fördert.
Die USA wollen bis zum Jahr 2015 eine Million Elektroautos auf die Straßen bringen. Noch sind die Verkaufszahlen der Stromer allerdings sehr gering. So verkaufte sich der Chevrolet Volt, der seit Dezember auf dem US-Markt verfügbar ist, bislang nur rund 2.000 Mal. Für den Nissan Leaf entschieden sich 2010 rund 1.700 US-Autokäufer. Die Verbraucher meiden Elektroautos vor allem noch wegen der im Vergleich zu Autos mit herkömmlichem Verbrennungsmotor höheren Anschaffungspreise und geringeren Reichweiten. (ok)




