Best Buy: Elektromarkt will in Zukunft auch Elektroautos verkaufen

Der Verkauf von Elektroautos nimmt in den USA langsam aber sicher an Fahrt auf, auch wenn die Verfügbarkeit der Fahrzeuge noch gering ist. Mit einem staatlichen Steuerbonus in Höhe von 7.500 US-Dollar (umgerechnet rund 5.200 Euro), der Berichten zufolge schon bald auf bis zu 9.500 US-Dollar (rund 6.650 Euro) angehoben werden könnte, wird die Elektromobilität in den USA gut gefördert. Jetzt denkt auch die US-Elektromarktkette Best Buy darüber nach, in ihren Filialen künftig auch Elektroautos zu verkaufen. Das Unternehmen, das vorrangig Fernsehgeräte, Spielkonsolen und andere Haushaltselektronik verkauft, bietet bereits seit einiger Zeit Elektroauto-Ladegeräte für die Installation im eigenen Haus an. Auch Elektromotorräder von Hersteller Brammo findet man in den Gängen der Elektronikmärkte.
Für kleine Start-ups wäre Best Buy eine große Chance: Das Unternehmen hat in den USA bereits mehr als 1.000 Filialen. Seit 2010 ist man auch in der Türkei und Großbritannien mit ersten Märkten vertreten. Kleine Start- ups könnten Senior Director Chad Bell zufolge ihre Fahrzeuge über die Kette anbieten und so auf Anhieb einen großen Kundenkreis erreichen. Aktuell sei man mit mehreren Start-ups in Gesprächen, teilte Bell im Gespräch mit “Automotive News” mit. Einige Partnerschaften habe man bereits schließen können. Darüber reden wollte Bell aber noch nicht. In den USA konnte der Elektronikriese bereits Verträge mit einigen Herstellern schließen, um Ladestationen für Fahrzeuge wie den Ford Focus Electric oder Mitsubishis i-MiEV bei Kunden zu installieren.
Noch gibt es keine Informationen darüber, wie viele Fahrzeugmodelle Best Buy in seinen Filialen anbieten will. Darüber hinaus verfügen die Märkte nicht über entsprechende Showrooms. Fraglich ist auch, ob die Kunden vor Ort die Möglichkeit haben werden, eine Testfahrt mit den Elektroautos zu machen. Der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla verfolgt einen ähnlichen Plan: Für die viertürige Sportlimousine Model S plant man nach eigenen Angaben die Eröffnung von Tesla-Stores in großen Einkaufszentren. Hier sollen Kunden die Möglichkeit haben, ihr Wunschfahrzeug an großen Bildschirmen konfigurieren und danach in verschiedenen virtuellen Umgebungen bestaunen zu können. Darüber hinaus möchte man die Stores nutzen, um Kunden über die Vorteile der Elektromobilität aufzuklären.
Das Tesla Model X wird den Roadster ablösen, der den kalifornischen Elektroauto-Pionier rund um den Globus bekannt gemacht hat. Ab 2012 sollen 20.000 Exemplare des Model S produziert werden. Darüber hinaus will das Unternehmen noch in diesem Jahr einen Crossover SUV mit Elektroantrieb vorstellen. (ok)




