China: Auch Volkswagen steigt in Elektroauto-Markt ein

Der Elektroauto-Markt in China scheint für immer mehr Autohersteller interessant zu sein. Nach Daimler und BMW steigt jetzt auch Volkswagen (VW) ein und plant mit seinem chinesischen Partner FAW den Bau des Kaili. Die entsprechende Lizenz hierfür hat der VW-Konzern schon erhalten. Wie VW mitgeteilt hat, soll das Elektroauto bis Ende des Jahres 2013 oder Anfang 2014 auf den Markt kommen. Das wirtschaftlich boomende China will angesichts seiner Milliardenbevölkerung und des steigenden Wohlstands zu einer echten Wachstumsregion für die Autoindustrie werden und unterstützt die Entwicklung und den Bau von Elektroautos deshalb massiv. Um die eigene PKW-Industrie weiter zu stärken, müssen ausländische Autobauer in China allerdings immer mit einem chinesischen Fahrzeughersteller zusammenarbeiten.
Neben VW planen und produzieren auch andere westliche Autohersteller Elektroautos in China. So kooperiert Daimler mit dem Batteriehersteller BYD und plant für 2013 ein noch nicht näher bezeichnetes Elektroauto, das auf der kompakten B-Klasse von Mercedes-Benz basieren soll. Auch Konkurrent BMW will 2013 den chinesischen Markt erobern, dann soll sein Elektroauto i3 auch im Land der Mitte unterwegs sein. Außerdem arbeitet der US-Autoriese GM mit SAIC zusammen und der japanische Hersteller Nissan kooperiert mit dem chinesischen Dongfeng Motor bei dem Angebot seines Stromers Nissan Leaf, der auch schon in Europa erhältlich ist.
Die deutsche Bundesregierung strebt an, bis 2020 auf deutschen Straßen 1 Million Elektroautos zu verzeichnen und stellt dafür ein Volumen von 500 Mio. Euro bereit. Angesichts vieler ausländischer Förderprogramme wie das in China ist diese Summe für viele Experten jedoch zu niedrig. Insbesondere die Autoindustrie plädiert für eine staatliche Förderung beim Kauf eines Elektroautos. In anderen Ländern erhalten die Käufer eines Stromers Zuschüsse von teilweise mehreren tausend Euro.
Nächste Woche will die “Nationale Plattform Elektromobilität” (NPE) ihre Vorschläge zur Förderung von Elektroautos vorstellen. Medienberichten zufolge soll in einem Berichtsentwurf der NPE von einem Subventions- bedarf von 3,8 Milliarden Euro die Rede sein, der nötig sei, um das Ziel von 1 Million Elektroautos bis 2020 zu erreichen. Erst danach will die Bundesregierung entsprechende Entscheidungen treffen. (mh)




