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Daimler will Akkus und Hybrid-Elektromotoren bauen

Daimler will Akkus und Hybrid-Elektromotoren bauen
Daimler-Chef Zetsche kündigte an, ab 2011 Lithium-Ionen-Batterien und ab 2012 E-Motoren für Hybridfahrzeuge produzieren zu wollen. (Foto: © Meyer / Pixelio)

Daimler-Chef Dieter Zetsche weist die Vorwürfe, dass die deutschen Autobauer hinter der internationalen Entwicklung in Sachen E-Autos, hinterherhinken, zurück. Auf einem Kongress des “Tagesspiegels” kündigte er an, dass Daimler noch in diesem Jahr in Kooperation mit Evonik mit der Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien starten will. Die Produktion der Batterien, die in ein gemeinsames Fahrzeug von Daimler und Renault/Nissan eingebaut werden soll, soll im sächsischen Kamenz erfolgen. Darüber hinaus will Daimler 2012 im Werk Berlin-Marienfelde mit der Produktion von Elektromotoren für Hybrid-Fahrzeuge beginnen.

Zetsche ist überzeugt davon, dass in 50 Jahren nur noch Elektroautos unterwegs sein werden, nur könne man heute noch nicht sagen, ob diese über Batterien oder Wasserstoff angetrieben werden. Allerdings hätten Autos mit Brennstoffzelle durch ihre große Reichweite und ihre kurzen Tankzeiten gleich zwei Vorteile gegenüber den reinen Stromern, so Zetsche. Der Kritik von Umweltschützern, dass durch einen E-Antrieb kaum weniger CO2 ausgestoßen wird als mit einem Verbrennungsmotor, stimmt er insofern zu, dass ein Elektroantrieb, der ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen gefüttert wird, effektiver sei.

Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 1 Million E-Autos bis zum Jahr 2020, lasse sich seiner Meinung nach jedoch nicht ohne eine staatliche Kaufprämie realisieren. Ohne eine solche direkte Förderung schätzt er die Zahl der Elektroautos bis 2020 auf höchstens die Hälfte. Zetsche drückte sein Verständnis für die Argumente der Gegner einer solchen Kaufprämie, aber auch seine Hoffnung aus, dass in 1-2 Jahren, wenn die Autohersteller auch mehr Elektroautos im Angebot haben, die Entscheidung noch einmal neu überdacht wird.

Der Daimler-Chef verweist darauf, dass aktuell gerade einmal 1700 Elektro-Smarts der zweiten Generation in Kundenhand seien, aber ab der dritten Generation, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll, hofft er auf fünfstellige Verkaufszahlen. Um das Fahrzeug wirtschaftlicher zu machen, soll die Batterie dann nicht im Verkaufspreis enthalten sein, sondern über ein Leasing angeboten werden. Daimler selbst will 2013 die neue S-Klasse vorstellen, die ab 2014 auch als Hybridmodell erhältlich sein soll. Den Angaben zufolge soll dieses Modell dann rund 30 Kilometer im vollelektrischen Betrieb fahren können. (mh)