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Eurosolar präsentiert 10-Punkte-Sofortprogramm für Energiewende

Eurosolar präsentiert 10-Punkte-Sofortprogramm für Energiewende
Eurosolar stellt ein 10-Punkte-Sofortprogramm vor, mit dem die Energiewende schneller vollzogen werden kann und ein Atomausstieg bis 2015 möglich ist.

Um die Energiewende noch weiter zu beschleunigen, hat die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. ein neues 10-Punkte- Sofortprogramm präsentiert, nach dem der gesetzliche Rahmen verändert und ohne Widersprüche formuliert werden müsse. Vor allem dürfe die Regierung nicht ausschließlich auf die Offshore- Windparks in der Nordsee und Ostsee setzen, sondern viele dezentrale Energie- projekte in allen Regionen unterstützen. Der Eurosolar e.V. fordert einen endgültigen Atomausstieg bis 2015 und hält darüber hinaus eine Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien bis spätestens 2030 für realisierbar.

In dem 10-Punkte-Sofortprogramm plädiert Eurosolar u.a. für mehr Raum für Onshore-Windkraft: Über 50% des Strombedarfs in Deutschland könnte laut Eurosolar ganz ohne Offshore-Windkraft erzeugt werden, wenn jedes Bundesland 2% seiner Fläche für die Windkraft reservieren würde. Eine Möglichkeit sei das A7-Projekt des Eurosolar e.V., bei dem entlang der Autobahn A7 Windkraft- und Solarstromanlagen errichtet werden sollen. Darüber hinaus fordert Eurosolar eine stärkere Förderung des energetischen Städteumbaus sowie eine Verstärkung der Ortsnetze und ihrer Umgestaltung zu intelligenten Stromnetzen (”smart grids”).

Neben dem Ausbau der E-Mobil-Infrastruktur spricht sich Eurosolar auch für die Installation von 1 Million Blockheizkraftwerke sowie den Ausbau der Energiespeicherung aus. Wichtig sei außerdem eine kommunale und regionale Wertschöpfung der neuen Anlagen für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort. Eurosolar-Vizepräsident Dr. Fabio Longo betont, dass die dezentrale Energiewende “gegenüber zentralistischen Konzepten das ökonomisch und sozial überlegene Konzept ist”. Dies habe auch schon der rasante Anstieg des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien von 4% im Jahr 2000 auf 17% im Jahr 2010 gezeigt.

Grundlage für den Erfolg der Energiewende sei das Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG), das nicht nur Vorbild für die Fördermaßnahmen erneuerbarer Energien in 75 weiteren Staaten war, sondern auch von US-Präsident Barack Obama als ein “leuchtendes Beispiel” für die USA bezeichnet wurde, so das “Handelsblatt”. Eurosolar-Präsident Prof. Peter Droege verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das EEG schon mehr als 350.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Nun müsse das EEG weiterentwickelt und dabei die oben genannten Punkte einbezogen werden, fordert Eurosolar. (mh)