Luxus-Autohersteller Aston Martin plant Cygnet als Elektroauto

Britischen Medienberichten zufolge plant Aston Martin den Kleinstwagen Cygnet ab 2013 auch als Elektro-Version auf den Markt zu bringen. Mit dem elektrischen Cygnet auf der Basis des Toyota iQ will der britische Autobauer den CO2-Ausstoß seiner Flotte deutlich senken. Diese ist im Vergleich zu anderen Herstellern extrem hoch, da in der Modellpalette von Aston Martin ansonsten nur Sportwagen mit V8- und V12-Motoren zu finden sind. Ohne ein umweltfreundliches Elektroauto mit einem entsprechend niedrigen CO2-Ausstoß kann die britische Traditionsmarke die strengen Abgasrichtlinien der Europäischen Union nicht erfüllen.
Der Aston Martin Cygnet soll auf dem Toyota iQ EV basieren, der noch in diesem Jahr im Rahmen eines Leasingprogramms auf den europäischen Markt kommen soll. Der Elektromotor des Viersitzers iQ EV erbringt eine Leistung von 64 PS und soll dem Kleinwagen eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 14 Sekunden ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 125 km/h angegeben, die Reichweite des Stromers beträgt 105 Kilometer. Die Energie soll in Lithium-Ionen-Batterien mit einer Leistung von 11 kWh gespeichert werden, der Ladevorgang soll an der heimischen Steckdose nur 4 Stunden dauern. Voraussichtlich wird der Antrieb des Toyota iQ EV 1:1 von Aston Martin übernommen.
Dank der äußerst geschickten Platzierung der Batterien unter den Sitzen, nehmen sie im ohnehin sehr begrenzten, aber vollständig mit luxuriösem Leder ausgestatteten Innenraum keinen weiteren Platz weg. Wie teuer der Elektro-Cygnet werden soll, ist noch nicht bekannt. Da der Cygnet mit konventionellem Antrieb in der sogenannten Launch Edition Black and White aber umgerechnet schon rund 38.000 Euro kosten soll, wird die Elektroversion sehr wahrscheinlich noch einmal deutlicher werden.
Vermutlich wird der Cygnet jedoch das einzige Öko-Auto aus dem Hause Aston Martin bleiben. Firmenchef Ulrich Bez und Brand Manager Cygnet Andy Haslem sehen in dem kleinen Cityflitzer durchaus Potenzial, vor allem für Großstädte wie London. Hier müssen alle Fahrzeuge eine City- Maut bezahlen, von der allerdings Elektroautos und Modelle, die nur einen niedrigen CO2-Ausstoß aufweisen, ausgenommen sind. Einem Elektro- oder Hybridantrieb für die größeren Modelle stehen die Chefs von Aston Martin allerdings weiterhin skeptisch gegenüber. (mh)





