GfK: Flachbild-TV-Geräte verbrauchen immer weniger Strom

Ab Dezember wird in allen Ländern der EU verpflichtend das neue Energielabel für Fernsehgeräte eingeführt. Die Geräte sollen dann - ähnlich wie Kühlschränke, Waschmaschinen, etc. - in verschiedene Verbrauchsklassen eingeteilt werden, die von A (niedriger Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) reichen. Mit dem neuen Label für Fernsehgeräte will die EU-Kommission eine größere Transparenz für die Käufer und den Anreiz für die Geräte-Hersteller, energieeffizientere Fernsehgeräte zu entwickeln, schaffen.
In der Marktanalyse “ECO Reporting” von GfK Retail und Technology wird der Stromverbrauch von verschiedenen Produkten aus dem Bereichen der Unterhaltungselektronik und von Haushaltsgroßgeräten untersucht. Dabei wird analysiert, welche Gerätetypen, Modelle und Hersteller sich wie in ihrer Energieeffizienz unterscheiden. Für die aktuelle Studie wurden Daten aus den Jahren 2005 bis 2010 analysiert, die aus 15 europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien) stammen.
Es zeigte sich, dass die Hersteller bei Flachbildschirm-Fernsehern zunehmend auch auf den Stromverbrauch achten. Obwohl insgesamt mehr Geräte und mehr Fernseher mit größeren Bildschirmen verkauft werden, geht der Energiebedarf aller gekauften Geräte zurück: Im Durchschnitt verzeichnete der TV-Markt in den letzten fünf Jahren eine jährliche Wachstumsrate von 10 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil an Fernsehern mit einer Bildschirmdiagonale von 40″ von 17% im Jahr 2006 auf 27% im Jahr 2010 gestiegen. Dennoch betrug die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Jahr 2008 etwa 141 Watt und im Jahr 2010 nur noch 118 Watt. Dieser Rückgang betrifft alle Größenklassen.
Für die Verbraucher lohnt sich die Anschaffung eines energieeffizienten Modells auf jeden Fall, wie die Analyse der 10 meistverkauften 42″- Geräte in Deutschland zeigt. Zunächst kostet ein energieeffizientes Modell im Geschäft im Durchschnitt 50 Euro mehr als ein vergleichbares Fernsehgerät. Doch nur aufgrund des geringeren Energieverbrauchs ergibt sich nach etwa sieben Jahren mit dem sparsamsten Modell eine rechnerische Einsparung von rund 200 Euro an Stromkosten. Mit dem EU-Label soll es Verbrauchern leichter gemacht werden, die Energieeffizienz eines Fernsehgeräte bei ihrer Kaufentscheidung zu berücksichten. (mh)





