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Google investiert 55 Mio Dollar in Windpark in der Mojave-Wüste

Google investiert 55 Mio Dollar in Windpark in der Mojave-Wüste
Suchmaschinenriese Google führt sein Engagement in erneuerbare Energien mit einer Investition von 55 Mio Dollar in einen Windpark in Kalifornien fort.

In der Mojave-Wüste in Südkalifornien, in der Nähe der Tehachapi Berge, weht ein kräftiger Wind. Der ideale Standort für einen Windpark, dachte sich auch das Unternehmen Terra-Gen Power, das hier mit dem Alta Wind Energy Center (AWEC) eine der größten Windkraftanlagen der Welt bauen. Auch wenn noch nicht alle Bauphasen abgeschlossen sind, liefert die Anlage schon jetzt 720 Megawatt Strom nach Kalifornien. Das besondere an dieser Windkraftanlage ist die spezielle Leitungs- technik, die den hier erzeugten Strom auch in weit entfernte Regionen transportieren können soll.

Nach der Fertigstellung soll der Windpark 1550 Megawatt Strom erzeugen, womit den Angaben zufolge 450.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Zum Vergleich: Diese Leistung übersteigt sogar die Nettoleistung eines Kernkraftwerks wie Isar 2 (1410 MW). Neben der Citibank ist Suchmaschinengigant Google der zweite große Investor in das Projekt. Der Konzern investiert 55 Millionen US-Dollar und will seinen Anteil des Windparks später an Terra-Gen Power vermieten, die das Projekt dann über Langzeit-Verträge verwalten und betreiben wird. Die Citibank will mit ihrem Anteil ebenso vorgehen. Bekannt sind solche Investitionsformen des Leasings, das durch Leihkapital finanziert wird, bislang eher von Solarenergie-Projekten und kaum bei Windenergie.

Mit diesem Projekt hat Internetgigant Google nun insgesamt mehr als 400 Millionen US-Dollar in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Mit diesen Investitionen will Google wesentlich zu dem angestrebten Ziel beitragen, die Stromversorgung in den USA bis 2030 auf erneuerbare Energien umzustellen. Die letzte große Investition waren 100 Millionen US-Dollar in den bis dato größten Windpark der Welt Shepherds Flat im US-Bundesstaat Oregon. Dieser soll nach seiner Fertigstellung eine Leistung von 845 Megawatt erzielen und im Durchschnitt 235.000 Haushalte mit Strom versorgen. Durch die hier erzeugte Windenergie können pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Bei seinen Investitionen beschränkt sich der Suchmaschinenriese aber nicht nur auf Projekte in den USA. Erst im April investierte Google 3,5 Millionen Euro in einen neuen Solarpark in Brandenburg, mit dem Strom für rund 5000 Haushalte erzeugt werden soll. (mh)