Öko-Test: Häufig Mineralölrückstände in Cornflakes

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche im Jahr 1 Kilogramm Cornflakes, was die Maisflocken zu einem noch beliebteren Frühstück macht als das klassische Müsli, von dem im Mittel pro Jahr jeder nur 700 Gramm verzehrt. Eine Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test hat nun ergeben, dass viele Cornflakes Mineral- ölrückstände enthalten. Diese stammen offenbar aus den minerlölhaltigen Farben in den Verpackungskartons, die von dort in die Cornflakes gelangen. Mineralöle können sich im Körper anreichern und dort zu Schädigungen an der Leber und den Herzklappen führen. Manche Bestandteile der Mineralölgemische stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein. Jürgen Stellpflug, seines Zeichens Chefredakteur von Öko-Test, findet das Untersuchungsergebnis “besonders ärgerlich”, denn solche Verunreinigungen sind heutzutage vermeidbar. Das zeigen einige Anbieter, die ihre Verpackungskartons inzwischen mit mineralölfreien Farben bedrucken.
Überraschend ist, dass ausgerechnet die Cornflakes ihres Erfinders Kellogg’s am schlechtesten abgeschnitten haben und als einzige Sorte im Test die Note “mangelhaft” erhielten. Nicht nur, dass hier die erwähnten Mineralölrückstände nachgewiesen wurden, hier fanden die Tester auch aromatische Kohlenwasserstoffe, die ebenfalls als mögliche Auslöser für Krebs gelten. Die Cornflakes von Kellogg’s sind außerdem mit Vitaminen angereichert und ihnen wurde Eisen beigefügt. Öko-Test hält diesen Zusatz für potenziell schädlich, auch das Bundesinstitut für Risiko- bewertung rät von Eisenzusätzen in Lebensmitteln ab.
Sieht man von diesen Verunreinigungen durch Mineralölrückstände ab, hatten die Tester an den Cornflakes im Test wenig zu bemängeln. Alles in allem fand Öko-Test sowohl bei den konventionellen Cornflakes als auch bei den Bio-Cornflakes einige “sehr gute” Produkte. Als “sehr gut” bewertete Öko-Test die Cornflakes von Alnatura, Basic, Davert, Crownfield, Gut&Günstig und Korn Mühle.
In den Packungen fand sich nur noch in Spuren oder aber überhaupt kein Acrylamid, das als erbugtschädigend und krebserregend gilt. Auch die in Mais und anderen Maisprodukten häufi zu findenden Schimmelpilzgifte, wurden wenn überhaupt nur in Spuren nachgewiesen. Dass Cornflakes sehr viel Zucker enthalten, konnte auch nicht so ohne weiteres bestätigt werden. Im Test enthielt eine Portion von 40 Gramm Cornflakes zwischen 1,2 und 3,4 Gramm Zucker - das ist im Durchschnitt weniger als ein Würfelzucker, der rund 3 Gramm auf die Waage bringt. (mh)




