LichtBlick Ökostrom
100% Ökostrom aus regenerativen Quellen. Jetzt einfach und schnell zu Ökostrom wechseln. Jetzt online wechseln
Ökostrom-Vergleich
Vergleichen Sie jetzt einfach die Angebote mehrerer Ökostrom-Anbieter online. Jetzt kostenlos vergleichen
DailyGreen auf Twitter
DailyGreen Twitter
Lesen Sie alle News auch auf Twitter! Alle Beiträge aus diesem Sektor auch über unser Twitter-Profil: DailyGreen @ Twitter
Anzeige:
DailyGreen auf Facebook:
Stromspar-Ratgeber
Enttarnen Sie Stromfresser und schonen Sie neben Ihrem Geldbeutel die Umwelt! Werfen Sie einfach einen Blick in unsere stets aktuellen Tipps zum Strom sparen.

EHEC kostet die deutsche Landwirtschaft täglich 3 Mio Euro

EHEC kostet die deutsche Landwirtschaft täglich 3 Mio Euro
Die Verluste der deutschen Bauern durch die aktuelle EHEC-Krise belaufen sich Schätzungen zufolge auf 3 Millionen Euro täglich. (Foto: © Mondstein / Pixelio)

Medienberichten zufolge hat die anhaltende Infektion EHEC, die sich inzwischen bereits über das gesamte Bundesgebiet ausgebreitet hat, die deutsche Landwirtschaft bislang über 20 Millionen Euro gekostet. Wie der Deutsche Bauernverband auf Anfrage von “Welt Online” mitteilte, rechnet er aktuell mit Umsatzverlusten von 3 Millionen Euro täglich - mit steigender Tendenz. Anfangs gingen die Experten von Umsatzausfällen von 2 Millionen Euro pro Tag aus, doch inzwischen kaufen die Verbraucher bestimmte Lebensmittel, allen voran Salatgurken, gar nicht mehr, wodurch diese vernichtet werden müssen.

Noch höher schätzen die genossenschaftlichen Vermarktungs- einrichtungen der Landwirte (u.a. der Deutsche Raiffeisenverband und der Bundesausschuss für Obst und Gemüse) den Schaden ein. Aktuelle Hochrechnungen haben ergeben, dass sich der Schaden bis jetzt schon auf rund 36 Millionen Euro beläuft. Das entspricht einem Umsatzausfall von etwa 4 Millionen Euro pro Tag. Insbesondere für die Gemüsebauern, die sich auf nur ein oder zwei Produkte spezialisiert haben, von denen eine Gurken, Tomaten oder Salat ist, ist die aktuelle Situation eine Katastrophe. Während ihre Kosten stabil sind, verlieren sie momentan mindestens ein Drittel ihres Umsatzes. Die ersten betroffenen Bauern stehen schon jetzt am Rande des finanziellen Ruins.

Für Andrea Kirchhoff, Marketingverantwortliche bei der Erzeuger- genossenschaft Landgard, die rund 600 Obst- und Gemüsebauern vertritt, ist die Zukunft der Betriebe davon abhängig, ob die Behörden in den nächsten Tagen Entwarnung geben. Geschieht dies nicht, sind in wenigen Tagen die ersten Betriebe am Ende. Bei ihren Mitgliedsbetrieben ist der Umsatz von Salatgurken um 90% zurückgegangen und dabei wird es wohl auch nicht bleiben. Viele Verbraucher meiden zunehmend mehr Gemüsesorten, sie verzichten aus Angst vor Ansteckung mit dem EHEC- Erreger inzwischen auch auf alle Kohlsorten, Paprika und teilweise sogar auf Obst, klagt Kirchhoff. Vielerorts wird das Gemüse inzwischen tonnenweise weggeworfen - und das, obwohl es größtenteils von einwandfreier Qualität ohne Hinweis auf EHEC ist.

Doch nicht nur deutsche Bauern haben unter EHEC zu leiden, auch die spanischen Bauern müssen einen massiven Umsatzeinbruch hinnehmen. Laut dem Vorsitzenden eines großen Erzeugerverbandes gingen den spanischen Gemüsebauern in diesen Tagen jede Woche 200 Millionen Euro verloren. Viele mussten schon die ersten Erntehelfer entlassen und hoffen, dass sich die Krise in den nächsten Tagen beilegen wird, damit sie wenigstens ihre Kosten decken können. (mh)