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Mitsubishi: i-MiEV als Notfall-Stromquelle für Haushaltsgeräte

Mitsubishi: i-MiEV als Notfall-Stromquelle für Haushaltsgeräte
Mitsubishi will seinen Elektroauto i-MiEV mit einer neuen Funktion ausstatten, so dass er im Notfall auch als Stromquelle dienen kann. (Foto: © Mitsubishi)

Mitsubishi Motors Corp. kündigte letzte Woche an, bis Ende des Jahres ein Gerät auf den Markt bringen zu wollen, mit dem Elektroautos wie der iMiEV als Notfall- Energiequelle für verschiedene Haushalts- und Elektrogeräte genutzt werden kann. Der Einsatz der Lithium-Ionen-Batterie des Elektroautos als Stromquelle für andere Geräte dürfte vor allem in von Krisen geschüttelten Regionen wie in Japan von Interesse sein. Nachdem Mitsubishi lokalen Einrichtungen 80 Elektrofahrzeuge als Soforthilfe nach dem verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Unglück in Japan zur Verfügung gestellt hatte, führte man eine Befragung zu deren Nutzen durch. Dabei gaben viele Nutzer an, dass sie sich wünschen, die Energie aus den Batterien auch im Alltag, zum Beispiel zum Erhitzen von Kochwasser, einsetzen zu können.

Bislang können Autos nur über den integrierten Zigarettenanzünder andere Elektrogeräte mit Strom versorgen. Doch mit der neuen Funktion sollen auch Geräte über eine zusätzliche 100 Volt-Steckdose und 1500 Watt angeschlossen werden können. Damit können im Notfall nahezu alle Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Reiskocher betrieben werden. Eine vollständige aufgeladene Batterie des i-MiEV soll bei einem Zusammenbruch des öffentlichen Stromnetzes einen Haushalt etwa 1,5 Tage lang mit Strom versorgen können, so der Hersteller.

Mitsubishi hat schon seit längerem geplant, seinen Elektro-Kleinwagen auch als Notstromaggregat zu nutzen, entsprechende Überlegungen sollten ursprünglich erst im nächsten Jahr in die Tat umgesetzt werden. Nach dem Erdbeben in Japan entschied sich der Autohersteller jedoch für eine schnellere Umsetzung seiner Pläne.

Der i-MiEV von Mitsubishi ist der erste in Großserie gefertigte Elektro- Kleinwagen. Der Viersitzer verfügt über einen 64 PS starken E-Motor an der Hinterachse, der mit 180 Nm Drehmoment aufwarten kann. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h, für den Sprint von 0 auf 100 km/h braucht der kleine Flitzer rund 13 Sekunden. Die im Wagenboden verbauten Lithium-Ionen-Batterien haben zusammen eine Kapazität von 16 kWh, die eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglicht. Diese kann mittels Rekuperation bei Bergabfahrten oder vor Ampeln erhöht werden. Der Einstiegspreis des i-MiEV liegt bei rund 34.400 Euro. (mh)