Kalifornien: Programm zur Förderung von E-Autos bald ausgeschöpft

Das “California Air Resources Board” (CARB), die zuständige Umweltbehörde in Kalifornien, kündigte an, dass die Gelder aus dem landeseigenen Programm zur Förderung von Elektromobilität bald ganz ausgeschöpft sind. Für die Interessenten von Elektroautos bedeutet dies, dass sie dann länger auf ihre Kaufprämie warten müssen, wenn sie sich für ein Elektroauto entscheiden. Zwar will die Behörde den Etat für die Zuschüsse verdreifachen, doch die zunehmende Nachfrage nach Elektroautos und damit auch die zunehmende Inanspruchnahme der staatlichen Förderung wird vermutlich dazu führen, dass die einzelnen Prämien von 5.000 US-Dollar (umgerechnet 3.440 Euro) auf 2.500 US- Dollar (1.720 Euro) halbiert werden.
Dennoch werden die Kalifornier bei einem Kauf eines Elektroautos auch weiterhin finanziell unterstützt. Neben dem Kaufzuschuss des CARB gibt es nämlich zusätzlich noch das 4,1 Millionen US-Dollar schwere “Clean Vehicle Rebate Project” (CVRP), die jedem Fahrzeughalter, der sich für ein emissionsfreies Auto entscheidet, ebenfalls einen Zuschuss von 5.000 US-Dollar gewährt. Dieser Zuschuss wird den neuen Besitzern eines umweltfreundlichen Stromers in der Regel schon wenige Wochen nach dem Kauf ihres Elektroautos in Form eines Schecks zugeschickt.
Darüber hinaus erhalten die Besitzer von Elektroautos in den USA eine Steuergutschrift in Höhe von 7.500 US-Dollar (umgerechnet 5160 Euro) am Ende des jeweiligen Steuerjahres. Zusammen mit der kalifornischen Kaufprämie werden die Bürger des sonnigen Bundesstaates bei dem Kauf eines Elektroautos so insgesamt mit 12.500 US-Dollar (8.600 Euro) unterstützt. Ein Zuschuss in dieser Höhe ist für viele Autofahrer ein sehr attraktiver Anreiz, der auch erklärt, warum der Etat des CARB noch vor dem ursprünglich geplanten Auslaufen Ende Juni ausgeschöpft sein wird.
CARB-Vorstandsvorsitzende Mary Nichols über den Erfolg des Programms extrem glücklich. Dass die Gelder vorzeitig auszugehen drohen, sei “ein wundervolles Problem”, denn das bedeute, dass es früher als gedacht weniger CO2-Emissionen und damit weniger Luftverschmutzung und Umweltbelastungen gebe. In Deutschland wird derweil noch diskutiert, mit welchen Maßnahmen den Verbrauchern der Kauf eines Elektroautos schmackhaft gemacht werden könnte. Während die Bundesregierung für Steuervergünstigungen und nichtmonetäre Anreize plädiert, bevorzugen Autohersteller und die Verbraucher selbst eine direkte Kaufprämie, wie sie nicht nur in den USA, sondern auch in einigen europäischen Ländern wie z.B. Großbritannien vergeben wird. (mh)




