KfW bietet Sonder-Kreditprogramm für Offshore-Windparks

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet ein neues Sonder-Kreditprogramm für Offshore-Windenergie an. Das neue, gleichnamige Programm hat ein Volumen von insgesamt 5 Milliarden Euro und soll die Finanzierung von bis zu 10 Windparks auf hoher See unterstützen. Ziel ist es, so den Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland zu beschleunigen. Neben dem Bundesumweltministerium hat auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie maßgeblich an der Gestaltung des Programms mitgearbeitet. Das neue Programm der KfW richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen.
Die KfW führt das Programm im Auftrag der Bundesregierung durch. Entsprechende Anträge können ab sofort direkt bei der KfW gestellt werden. Vorausgesetzt, dass eine Geschäftsbank die Konsortialführung übernimmt, werden dem Antragsteller die beantragten Finanzmittel als Darlehen zur Verfügung gestellt. Der Antragsteller muss in der Regel ein Drittel des gesamten Kapitalbedarfs als Eigenanteil vorlegen. Maximal kann ein Kreditbetrag von 400 Millionen Euro pro Projekt beantragt werden. Kommt es zu unvorhergesehenen Kosten, können diese über einen weiteren Kredit von 100 Millionen Euro aufgefangen werden. Die Kreditlaufzeit kann bis zu 20 Jahre dauern, zu Beginn können höchstens 3 tilgungsfreie Anlaufjahre in Anspruch genommen werden.
In der Vergangenheit war es interessierten Projektgesellschaften kaum möglich, die hohen Finanzierungsvolumina am Kapitalmarkt aufzubringen, die für die Errichtung von Offshore-Windparks erforderlich sind. Daran konnte auch die Abnahmeverpflichtung für den in Windparks erzeugten Strom und die feste EEG-Einspeisevergütung nichts wesentlich ändern.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler sieht in dem Programm einen weiteren Schritt für einen “konsequenten Ausbau der Offshore-Windkraft”. Bislang sei die Entwicklung der Offshore-Windenergie durch einen Finanzierungs- engpass gebremst worden, der durch das Kreditprogramm nun beseitigt sei, betont Rösler. Mit dem Programm, das als Anschubbeitrag des Bundes zu verstehen ist, können die Finanzierungen nun zustande kommen. Das sieht auch Vattenfall-Sprecher Lutz Wiese ähnlich, der gegenüber der “Tagesschau” auf die hohen Investitionsvolumina verweist, die derzeit “locker im Bereich von 1 Milliarde Euro” liegen und zukünftig wohl eher bei 1,5 Milliarden Euro liegen werden. (mh)




