Bundesregierung: Vorerst keine weitere Kürzung der Solarförderung
Die schwarz-gelbe Regierung will die Solar-Förderung nun doch nicht weiter kürzen. Grund dafür sind die rückläufigen Installationen von neuen Solaranlagen. “Es wird im Juli keine Absenkung der Vergütung geben”, sagte Katherina Reiche (CDU), die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche (CDU), der “Financial Times Deutschland”. Zwischen März und Mai seien außergewöhnlich wenige Solaranlagen installiert und gemeldet worden, heißt es. So seien lediglich 700 Megawatt neu installiert worden. Auf das Jahr gerechnet käme man so auf nur 2800 Megawatt. Damit liegt man deutlich unter der Grenze von 3500 Megawatt Ausbau pro Jahr. Erst ab dieser Marke sollte es weitere Kürzungen der Förderung geben.
Die Absenkung der Förderung richtet sich danach, wie stark die Solarenergie in der ersten Jahreshälfte 2011 ausgebaut wird. Je nach Zubau neuer Anlagen sollten die Sätze bis Juli 2011 um bis zu 15 Prozent und bis Januar 2012 um bis zu 24 Prozent gekürzt werden. Die derzeitige Vergütung liegt bei 28,74 Cent pro Kilowattstunde für Solarstrom, der ins deutsche Netz eingespeist wird. Wie stark die Fördersenkung bei der Solarenergie ausfällt, richtet sich nach der Prognose der Bundesnetz- agentur, die auf Grundlage des Photovoltaik-Zubaus zwischen März und Mai 2011 für das Wachstum des Gesamtjahres abgegeben wird.
Hätte die prognostizierte Leistung aller neuen Solaranlagen den Wert von 3.500 Megawatt (MW) überstiegen, wäre es ab dem 1. Juli zu einer Senkung der Fördersätze um 3 Prozent gekommen. Die vorgezogene maximale Kürzung um 15 Prozent würde erst bei einer neuinstallierten Leistung von mehr als 7.500 MW greifen. Laut der Nachrichtenagentur “dpa” ziehen die Installationen neuer Solaranlagen seit Juni wieder an. Angesichts sinkender Preise für Solaranlagen würde es sich ab Juni wieder lohnen, in die Solarstromproduktion einzusteigen.
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Solar-Förderung deutlich abgesenkt. Der Solar-Boom setzte sich jedoch ungebrochen fort. Viele Hausbesitzer hatten sich noch schnell ein Photovoltasik-System zugelegt, bevor die Fördersätze, erneut gekürzt wurden. Nach Angaben der Deutschen Energieagentur trägt die Photovoltaik mit 1,9 Prozent allerdings relativ wenig zur Brutto-Stromproduktion bei. (sk)




