Elektroauto Mia soll ab September vom Band laufen

Der elektrische Microvan Mia geht schon bald in Serie. Ursprünglich sollte das Mini- Elektroauto des saarländischen Pharma- konzerns Kohlpharma schon viel früher in Serienproduktion gehen, allerdings gab es laut dem Tochterunternehmen Mia Electric Probleme mit den Zulieferern. Benötigte Teile konnten nicht früh genug geliefert werden. Jetzt soll der kleine Stromer ab September dieses Jahres vom Band rollen. Das günstigste Modell des elektrisierten Micro-Vans wird den Angaben zufolge ab 22.500 Euro zu haben sein. Dafür erhalten Kunden einen 2,87 Meter langen Dreisitzer, der rein elektrisch Entfernungen von 90 Kilometern zurücklegen kann, was für die meisten Strecken ausreichen sollte.
Die größere Version des Mia ist 32 Zentimeter länger, verfügt über vier Sitze und ist mit einem Kastenaufbau mit 1.500 Litern Ladevolumen ausgestattet. Der Akku des Microvans lässt sich laut Hersteller innerhalb von 2,5 Stunden an einer normalen Haushaltssteckdose aufladen. Der Elektromotor des Stromers leistet 18 kW / 24 PS und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Kunden haben jedoch die Wahl aus Akkus mit 6, 12 und 18 kWh, die eine Reichweite zwischen 90 und 250 km ermöglichen. Inklusive der Standardbatterie bringt der Mia nur 825 Kilogramm auf die Waage. In der längeren Ausführung mit Kastenaufbau sind es rund 10 Kilogramm mehr.
Auf technische Spielereien wurde bei der Konzeption des Stromers zugunsten des Gewichts ganz verzichtet. So gibt es weder Klimaanlage noch elektrische Fensterheber. Das Design des Mia stammt von dem ehemailge VW-Chefdesigner Murat Günak, der sich bei der Planung des Elektroautos die Frage stellte, was Kunden für die Mobilität in der Stadt wirklich benötigen und auf was verzichtet werden kann.
Die Herstellung des Elektro-Vans übernimmt der Autoteilezulieferer Heuliez in seinem Werk im westfranzösischen Cerizay. 2010 hatte der Merziger Pharmaunternehmer Edwin Kohl mehrheitlich die Elektrosparte von Heuliez übernommen. Laut dem Unternehmen liegen der Tochter Mia Electric bereits mehrere hundert Vorbestellungen von Städten und Versorgern in Frankreich und Deutschland vor. Der Stromer soll jedoch auch an Privatkunden verkauft werden. Laut dem Pharmakonzern sollen in Cerizay künftig 12 000 Fahrzeugen pro Jahr vom Band laufen. (ok)




