Offshore-Windpark Alpha Ventus übertrifft alle Erwartungen
Der erste deutsche Offshore-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee startete im April 2010 in den Probebetrieb. Jetzt haben die Verantwortlichen ein erstes Fazit gezogen. Laut den Betreibern konnte Alpha Ventus alle Erwartungen übertreffen. Die gelieferte Strommenge fiel rund fünf Prozent höher aus, als die Betreiber zu Anfang vermutet haben. Das Projekt soll zeigen, dass man auch in der deutschen Nordsee einen kommerziell lohnenswerten Windpark betreiben kann. Der Offshore-Windpark wird von der Deutschen Offshore Testfeld- und Infrastruktur GmbH & Co. KG (DOTI) betrieben, die zu gleichen Teilen den drei deutschen Stromanbietern EWE, E.ON und Vattenfall gehört.
Die Ausbeute der Windkraftanlagen liege mit 190 Gigawattstunden Ökostrom in den vergangenen acht Monaten rund fünf Prozent über der prognostizierten Leistung, sagte ein Sprecher der DOTI. Jährlich soll der Offshore-Windpark 220 Gigawattstunden Ökostrom auf das deutsche Festland liefern. Für den Windpark Alpha Ventus wurden 250 Millionen Euro investiert. Das Projekt wird vom BMU gefördert.
Alpha Ventus befindet sich 43 bis 45 Kilometer nordnordwestlich der Insel Borkum. Der Windpark besteht aus insgesamt 12 Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse. Die Anlagen haben eine Höhe von bis zu 92 Metern. Der Strom fließt durch ein Seekabel über die Insel Norderney nach Hilgenriedersiel und von dort ins Umspannwerk bei Weener.
Der Offshore-Windpark stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik. So kritisierte der Naturschutzbund Deutschland (NABU), dass beim Bau des Windparks Seevögel und Schweinswale massiv gestört wurden. Darüber hinaus wurden während der Verlegung des Kabels erhebliche Schäden an der Schutzzone I des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer angerichtet. Unter anderem wurden durch Fahrten mit Baggerfahrzeugen durch das Watt bleibende Rinnen hinterlassen. (ok)





