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Nordrhein-Westfalen setzt neuen Windkraft-Erlass in Kraft

Nordrhein-Westfalen setzt neuen Windkraft-Erlass in Kraft
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat den neuen Windkraft-Erlass in Kraft gesetzt. Damit kann die Windkraft in NRW künftig stärker ausgebaut werden.

Die Windkraft soll in NRW künftig stärker ausgebaut werden. Per Erlass fördert Nordrhein-Westfalen seit Montag den Ausbau der umweltfreundlichen Windkraft. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) spricht von einem “Neuanfang” für die Windenergie im bevölkerungsstärksten Bundesland. Durch den neuen Erlass fallen strenge Vorschriften und Verbote der CDU/FDP-Vorgängerregierung weg. Nach dem Wunsch der NRW-Regierung soll der Anteil der Windenergie an der Gesamtstromerzeugung in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 von aktuell drei auf mindestens 15 Prozent steigen. Die FDP kritisierte die Neuordnung, Lob für den Erlass gab es hingegen von der CDU.

Der neue Erlass für die Windkraft in NRW baut Hürden für die Planung ab und starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen weg. So gibt es in der Regel ab sofort keine Höhenbegrenzungen mehr für neue Windräder. Die Zahl der derzeit 2.800 Windkraftanlagen dürfte deutlich steigen. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Windräder jetzt auch in Waldgebieten gebaut werden. “Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien”, sagte NRW-Umweltminister Remmel.

Durch die Möglichkeit, vorhandene Windkraftanlagen durch sogenanntes “Repowering” zu modernisieren, soll verhindert werden, dass der Ausbau in einer großen Anzahl neuer Windräder resultiert. Bei dem “Repowering” werden alte Anlagen durch neue effiziente und leistungsstarke Anlagen am gleichen Standort ersetzt. Schon allein damit könne es des NRW- Regierung zufolge gelingen, den Anteil der Windenergie an der in NRW erzeugten Strommenge deutlich zu erhöhen. “Horrorzahlen” von 4.000 bis 5.000 neuen Anlagen lägen weit jenseits der Realität, merkte der Minister auf Nachfrage der Nachrichtenagentur “dpa” an.

“Mit dem Windenergieerlass werden keine Abstriche am Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm und Schattenwurf oder am Natur- und Artenschutz gemacht”, betonte Minister Remmel. Wie auch bei allen anderen Industrieanlagen müssen künftig die vorgeschrieben Grenzwerte, etwa für Lärm, eingehalten werden. Die Berechnung der konkreten notwendigen Abstände zu Wohnbebauung wird weiterhin streng zugunsten der Anwohnerinnen und Anwohner gehandhabt. Der Windenergieerlass berücksichtigt auch den Schutz der Natur. In Natur- schutzgebieten und in für den Naturschutz bedeutsamen Gebieten wird es weiterhin keine Windenergienutzung geben. (ok)