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Studie: Aerosole in der Stratosphäre bremsten Erderwärmung

Studie: Aerosole in der Stratosphäre bremsten Erderwärmung
Einer Studie von Susan Solomon von der University of Colorado, Boulder, zufolge verlangsamten Aerosole die Erderwärmung in den letzten 10 Jahren.

In den letzten zehn Jahren entwickelte sich die Erwärmung des Weltklimas auf Sparflamme. Forscher wollen nun den Auslöser dafür gefunden haben. Angeblich sollen Aerosole in der Stratosphäre für die leichte Abkühlung des Erde verantwortlich sein. Es ist nicht das erste Mal, das dieser Effekt in Erscheinung tritt. Schon im Jahr 1816, das als “Jahr ohne Sommer” in die Geschichtsbücher einging, brachen die Temperaturen zum Teil dramatisch ein. In Europa gab es mitten im Sommer Schnee, in den USA sanken im August die Nachtemperaturen auf unter null Grad. Als Auslöser gilt der starke Ausbruch des Vulkans Tampora auf der Insel Sumbawa in Indonesien. Der Vulkan stieß große Mengen Schwefeldioxid in die Stratosphäre, welches im Lauf der Zeit zu Schwefelsäure oxidierte.

Die Schwefelsäure funktionierte wie ein Reflektor, der sich um den gesamten Erdball erstreckte. Die Aerosole warfen das auf die Erde treffende Sonnenlicht ins All zurück. Dadurch kühlte sich der Erdball deutlich ab. Einen ganz ähnlichen Effekt gab es Susan Solomon von der University of Colorado, Boulder, zufolge nun auch wieder. Mit Boden- und Satellitenmessungen haben Solomon und ihren Kollegen nachgewiesen, dass der Aerosolgehalt in der Stratosphäre seit dem Jahr 2000 wieder deutlich angestiegen ist. Dadurch sei die globale Erwärmung im selben Zeitraum um rund 20 Prozent reduziert worden.

Ohne die deutliche Zunahme des Aerosolgehalts hätte sich das Klima den Forschern zufolge deutlich stärker erwärmt. Verursacht wird dieser Effekt durch Vulkanausbrüche, bei denen große Mengen Asche und Schwefel- oxide in die Atmosphäre gelangen und durch Verbrennungsprozesse in Kraftwerken und Motoren, bei denen ebenfalls große Mengen Staub und Schwefelverbindungen freigesetzt werden. Laut der Studie wurde die globale Erwärmung, die zwischen 1960 und 2000 stattgefunden hat, durch die Aerosolkonzentration um 0,05°C abgeschwächt.

Zwischen 2000 und 2010 hat der Aerosolgehalt in der Stratosphäre pro Jahr um 7 Prozent zugenommen. Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 legte in diesen Jahren jährlich um etwa 0,5 Prozent zu. Weitere Studien sollen nun zeigen, wie groß der Anteil künstlicher und natürlicher Schwebeteilchen an dem Kühleffekt ist. (ok)