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BSW-Solar: Kosten von Solarstrom seit 2006 halbiert

BSW-Solar: Kosten von Solarstrom seit 2006 halbiert
Laut einer Mitteilung des BSW-Solar haben sich die Kosten für Solarstrom in den letzten fünf Jahren mehr als halbiert. (Foto: © Bouda / Pixelio)

In den letzten Jahren sind die Kosten für Solarstrom drastisch gesunken. Aktuelle Berechnungen der beiden Beratungs- unternehmen Roland Berger und Prognos haben ergeben, dass sich die Kosten für Solarenergie alleine in den letzten fünf Jahren mehr als halbiert haben. Die Daten des Umfrageportals Photovoltaikumfrage und die in Umfragen der DGS ermittelten Daten zeigen, dass die Kaufpreise für schlüsselfertige Photovoltaikanlagen in den letzten sechs Jahren kontinuierlich gesunken sind. Kostete eine solche Anlage im Jahr 2006 noch ca. 5000 Euro pro kWp, sank der durchschnittliche Preis bis zum Jahr 2008 auf ca. 4300 Euro pro kWp und bis zum 2. Quartal 2011 auf ca. 2380 Euro/kWp.

Setzt sich dieser Trend fort, wird der auf dem eigenen Hausdach produzierte Solarstrom schon 2013 günstiger sein als die Mehrheit der Stromtarife der Energieversorger. Energieexperten sind überzeugt, dass die Photovoltaik schon bald zu einer der preisgünstigsten Energiequellen werden könnte. Sie gehen davon aus, dass der Solarstrom, der mit großen Photovoltaikanlagen erzeugt wird, 2014 das gleiche Förderniveau erreichen wird wie Offshore-Windanlagen. Wie der Photovoltaik-Guide berichtet, könnten neue Solarstromanlagen, deren erzeugter Strom zum Großteil selbst verbraucht wird, im Jahr 2017 rentabel betrieben werden, ohne dass eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen wird.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirt- schaft (BSW-Solar), prognostiziert, dass die Solarenergie dank des technologischen Fortschritts und der Massenfertigung neuer Anlagen zum “Preisbrecher und unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende” wird. Solarstrom würde mit dem zunehmenden Wachstum des Photovoltaik- Marktes immer schneller wettbewerbsfähig werden. Der BSW-Solar schätzt, dass sich der Absatz von Solarmodulen bis zum Jahr 2020 mindestens verdreifachen wird.

Die Förderung für Solarstrom wird schon seit einiger Zeit kontinuierlich heruntergefahren. Aktuell beträgt die finanzielle Förderung für den ins Stromnetz eingespeisten Solarstrom 28,74 Cent pro Kilowattstunde. Der Bundesverbands Solarwirtschaft weist jedoch darauf hin, dass diese Förderung - in Abhängigkeit von der Marktentwicklung - in den nächsten Jahren um jährlich bis zu 24% reduziert wird. (mh)