Studie: Massenmarkt für Elektroautos erst für 2022 erwartet

Der Umfrage “European Automotive Survey 2011″ zufolge, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young durchgeführt hat, wird es erst ab 2022 einen Massenmarkt für Autos mit einem rein elektrischen Antrieb geben. An der Studie nahmen die Führungsetagen von rund 300 europäischen Zulieferern und Autobauern teil. Jeder vierte im Rahmen der Studie befragte Manager ist davon überzeugt, dass Elektroautos ab 2018 kein Nischenprodukt mehr sein werden. Nach ihrer Ansicht werden Elektroautos ab 2018 bereits eine echte Alternative zu Autos mit Benzin- oder Dieselmotor sein. Den Durchbruch des elektrischen Antriebs erwarten die Manager im Schnitt für 2022.
Aktuell wird der Durchbruch des Elektroautos noch von den im Vergleich zu Autos mit herkömmlichen Antrieben geringen Reichweiten und den deutlich höheren Anschaffungspreisen gebremst. Auf deutschen Straßen fahren aktuell nur sehr wenige Elektroautos, was unter anderem auch an dem noch sehr kleinen Modellangebot liegt. Die ersten Elektroautos von deutschen Herstellern werden es in diesem und im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Trotzdem sind mehr als die Hälfte der Manager sicher, dass Deutschland noch Marktführer für Elektromobilität werden kann.
Autohersteller Opel bringt in diesem Jahr mit dem Ampera sein erstes Elektroauto auf den Markt. Der Ampera ist baugleich mit dem Chevrolet Volt. In den GM-Modellen kommt ein Elektromotor mit 110 kW / 150 PS zum Einsatz, der Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ermöglicht. Der Lithium-Ionen-Akku im Mitteltunnel und unter der Rückbank reicht je nach Fahrweise für 40 bis 80 Kilometer. Ist der Strom des Akkus aufgebraucht, schaltet sich ein 1,4 Liter großer Benziner mit 63 kW / 86 PS hinzu um bei voller Betankung Energie für weitere 400 Kilometer zu produzieren. Laut Opel kommt der Ampera so mit weniger als 1,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern aus, was einem CO2-Ausstoß von rund 40 g/km entspricht.
BMW will seine Stromer i3 und i8 2013 auf den Markt bringen. Der i3 wird voraussichtlich mindestens 40.000 Euro kosten. Der Sportwagen i8 wird wahrscheinlich nicht unter 100.000 Euro zu haben sein. Finale Preise stehen noch nicht fest. Auch der Wolfsburger Autohersteller VW arbeitet an Autos mit Elektroantrieb. Ab 2013 will VW seinen Elektro-Kleinwagen Up! auf den Markt bringen. Details und Preise sind noch nicht bekannt. Audi stellt auf der diesjährigen IAA sein E-Auto Urban Concept vor. (ok)





