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1. September 2011: Das Ende der 60 Watt-Glühbirne ist nah

1. September 2011: Das Ende der 60 Watt-Glühbirne ist nah
Ab morgen werden Glühbirnen mit 60 Watt aus dem Handel verschwinden. Energiesparlampen sollen sie ersetzen. (Foto: © Mildenberger / Pixelio)

Das Ende der Glühbirne kommt immer näher: Nach dem Aus für die Glühbirnen mit 100 Watt oder mehr und sämtlichen matten Lampentypen (ausgenommen Energiesparlampen) am 1. September 2009 wird es ab dem 1. September 2011 auch keine konventionelle Glühbirne mit mindestens 60 Watt mehr in den Läden geben. Damit ist die dritte Stufe des EU- weiten Glühbirnen-Ausstiegs erreicht. Ziel des EU-Gesetzes, das Deutschland mit dem Ende der Glühbirne befolgt, ist das Einsparen von Energie. Herkömmliche Glühbirnen nutzen nämlich gerade mal 5 Prozent ihrer Energie als sichtbares Licht und geben die restlchen 95 Prozent ungenutzt als Wärme in Bauteile und Umgebungsluft ab.

Wer nach dem 1. September Leuchtmittel kaufen will, braucht einen guten Durchblick. Am besten kann man sich hier an dem Maß Lumen orientieren, das die Lichtausbeute der Lampe angibt. Je höher der Lumen-Wert einer Leuchte ist, umso effizienter ist sie. Während eine herkömmliche Glühbirne gerade einmal 10-12 Lumen pro Watt erzeugt, schafft eine Energiesparleuchte mehr als 60 Lumen pro Watt Energie. Mit anderen Worten: Eine Energiesparlampe mit ca. 20 Watt kann in Sachen Lichtausbeute ohne Probleme eine Glühbirne mit 100 Watt ersetzen.

Energiesparlampen haben jedoch noch einen für Verbraucher entscheidenden Vorteil: Sie bieten in der Regel eine deutlich höhere Lebensdauer. Hält eine herkömmliche Glühlampe in der Regel 1000 Stunden, beträgt die Lebensdauer hochwertiger Energiesparleuchten laut Öko-Institut etwa 15.000 Stunden. Unabhängige Tests - unter anderem von der Stiftung Warentest - haben jedoch gezeigt, dass die von den Herstellern angegebene Lebensdauer nicht immer korrekt ist. Darüber hinaus produzieren Energiesparlampen zusätzlichen Elektronik- Müll und können unter Umständen gesundheitsschädlich sein.

Eine weitere Alternative zur herkömmlichen Glühbirne sind LED-Leuchten, die auf eine stolze Lichtausbeute von bis zu 75 Lumen pro Watt kommen, allerdings auch noch sehr teuer sind. Für eine LED-Leuchte müssen oft Preise von 40 Euro und mehr bezahlt werden. Trotzdem sind Experten davon überzeugt, dass die LEDs die Lichttechnologie der Zukunft sind. Ab dem 1. September 2012 tritt die nächste Stufe der Verordnung in Kraft. Dann verschwinden auch 40-Watt-Glühbirnen aus dem Handel. Die 25- Watt-Glühbirne hat noch eine “Schonfrist” bis zum 1. September 2015. Am 1. September 2016 folgen dann noch zum Abschluss die ineffizienten Halogenlampen mit einer Energieeffizienzklasse schlechter als C. (ok)