Elektro-Sportwagen TMG EV P001 stellt neuen Nordschleifen-Rekord auf

Im Mai dieses Jahres sorgte Peugeot mit seinem Prototyp EX1 für Schlagzeilen. Der rein elektrisch angetriebene Supersportler aus Frankreich konnte auf der auch als die “Grüne Hölle” bekannten Nordschleife des Nürburgrings einen neuen Rundenrekord für die Elektroauto-Klasse aufstellen. Die ca. 20,8 Kilometer lange Runde über die Nordschleife schaffte der Peugeot EX1 in nur 9:01,338 Minuten. Zum Vergleich: Die schnellste Runde in einem Formel 1-Auto gelang im Jahr 1975 dem Scuderia Ferrari- Fahrer Clay Regazzoni mit 7:06,4 Minuten. Nur drei Monate später wurde der Rekord des Peugeot EX1 deutlich unterboten. Der von der Toyota Motorsport GmbH eigens für den Rekordversuch auf der Nordschleife gebaute TMG EV P001 schaffte die Runde in nur 7:47.794 Minuten.
Gefahren wurde der TMG EV P001 vom deutschen Renn- und Testfahrer Jochen Krumbach. Es ist das erste Mal, dass ein Elektro- oder Hybrid- Fahrzeug bei der Umrundung der Nordschleife unter der magischen Grenze von 8 Minuten geblieben ist. Der Rekordversuch fand am 29. August 2011 statt. Zu diesem Zeitpunkt herrschten am Nürburgring mit trockenem Wetter optimale Bedingungen. Lediglich die Rennstrecke war durch die kühle Witterung und mangelnde Sonneneinstrahlung zu kalt.
Das Rekordauto TMG EV P001 wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die zusammen ein Drehmoment von 800 Newtonmetern leisten. Damit beschleunigt der elektrisierende Prototyp auf eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigt der TMG EV P001 in gerade mal 3,9 Sekunden. Die beiden Elektromotoren bringen es auf eine Gesamtleistung von 280 kW / 375 PS. Die für die Fahrt benötigte Energie bezieht der Motor aus einer Lithium-Ceramic-Batterie, die mit einer Spannung von 520 Volt arbeitet und 41,5 kW/h speichern kann. Der Akku bringt rund 350 Kilogramm auf die Waage. Insgesamt kommt der Elektro-Rennwagen auf ein Gewicht von knapp unter einer Tonne.
Mit dem TMG EV P001 und der Rekordfahrt möchte Toyota beweisen, dass Motorsport auch mit einem Elektroantrieb nichts von seiner Faszination einbüßt. Der Antriebsstrang der Stromers sei für künftige Rennserien bestens geeignet. Ab dem kommenden Jahr soll der Antrieb kommerziell gefertigt werden. Er soll künftig mit verschiedenen Chassis- Alternativen kompatibel sein. Wann die erste rein elektrische Rennserie an den Start geht, bleibt abzuwarten. Die Formel 1 hat Pläne, künftig eine eigene Elektro-Rennserie ins Programm aufzunehmen. Nähere Details sind aber bislang noch nicht bekannt. (ok)




