Umweltverbände rufen zur zweiten Ökostrom-Wechselwoche auf
Die Umweltverbände rufen Verbraucher auf, selbst für die Energiewende aktiv zu werden und ihren Strom nicht länger bei den großen deutschen Atom- und Kohle- konzernen zu beziehen. In diesem Jahr ruft das Bündnis “Atomausstieg selber machen” bereits zum zweiten Mal zur Ökostrom-Wechselwoche auf, die dieses Mal vom 17. bis 24. September 2011 im gesamten Bundesgebiet stattfinden wird. Auf der offiziellen Internetseite erhalten Interessierte Informationen zum Thema Ökostrom, Aktionsvorschläge und kostenloses Aktionsmaterial. Der Wechsel zu einem reinen Ökostromanbieter sei das einfachste Mittel, die Energiewende zu beschleunigen und nicht länger die Kassen der großen Atomkonzerne zu füllen, sagt Florian Noto, der Koordinator des Projekts Atomausstieg selber machen. “Wer gute Erfahrung mit dem Wechsel gemacht hat, erzählt das gerne im Bekanntenkreis weiter.”
Die Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall spielten sich als Opfer der Energiewende auf, hätten aber jahrelang alle Innovationen blockiert und verdienten weiterhin prächtig an den noch laufenden AKWs, meint Noto. Bei ihren Auslandsaktivitäten hielten die Unternehmen weiter an der Atomenergie fest, und im Inland verfolgen sie mit dem Weiterbetrieb der AKW und dem Neubau von Kohlekraftwerken unverändert ihr äußerst risikoreiches und klimafeindliches Geschäftsmodell. Der Ökostromanteil liege bei den Konzernen nach wie vor weit unter dem nationalen Durchschnitt und sei “insgesamt beschämend gering”, sagte Noto.
Stromkunden, die ihren persönlichen Atomausstieg vollziehen möchten, sollten bei der Wahl des neuen Stromanbieters darauf achten, dass dieser ausschließlich Ökostrom anbiete und nicht mit den vier großen Energiekonzernen verflochten ist. Besonders glaubwürdig und engagiert seien die Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Die vier Anbieter haben 100% Ökostrom im Angebot und unterstützen aktiv den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Preise müssen nicht höher sein, als bei anderen Stromanbietern. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich aber in den meisten Fällen.
“Atomausstieg selber machen” ist ein Bündnis von 23 Umweltverbänden und Anti-Atom-Initiativen. Die Trägerverbände sind: .ausgestrahlt, BBU, BI Lüchow-Dannenberg, BUND, Bund der Energieverbraucher, Campact, DNR, Deutsche Umwelthilfe, Forum Umwelt und Entwicklung, genanet, Greenpeace, Grüne Liga, IPPNW, Jugendbündnis Zukunftsenergie, KLAR, Mütter gegen Atomkraft, NABU, NaturFreunde, Robin Wood, TEMA, UfU, urgewald und WWF. Mehr Infos auf Atomausstieg selber machen. (ok)




