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BEE fordert neue Gesetze für umweltfreundlichere Erdölproduktion

BEE fordert neue Gesetze für umweltfreundlichere Erdölproduktion
Der BEE fordert ähnlich strenge Umweltstandards für die Mineralölproduktion wie es sie für nachwachsende Rohstoffe bereits gibt. (Foto: © Didier Derrien / Pixelio)

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat anlässlich des heute von der Energie-Agentur (dena) präsentierten Ausblicks auf den künftigen Bedarf an Mineralöl strengere Auflagen für die Mineralölproduktion gefordert. Der Verband hat kritisiert, dass es für alle nachwachsende Rohstoffe bereits hohe gesetzliche Umweltstandards gibt, aber dass für die fossile Brennstofferzeugung keine derartigen Auflagen existieren. In einer Pressemitteilung bezeichnet der BEE entsprechende nationale und internationale Standards für die Erdölproduktion als längst überfällig. Sie sollen dafür sorgen, dass der Schutz der Umwelt verbessert wird und gewährleisten, dass es auf dem Kraftstoffmarkt faire Wettbewerbsbedingungen geben kann.

BEE-Präsident Dietmar Schütz weist darauf hin, dass die Erdölförderung nicht nur erhebliche Umweltschäden verursacht und zu Gesundheits- belastungen der Menschen vor Ort führt, sondern dass sich auch die Treibhausgasbilanz der fossilen Kraftstoffe stetig verschlechtert. Schütz fordert deshalb Umweltstandards für die Produktion von Erdöl und neue CO2-Referenzwerte für fossile Kraftstoffe. Schon 2009 hatte der BEE zusammen mit dem Verband der Biokraftstoffindustrie die Studie mit dem Titel “Auswirkungen fossiler Kraftstoffe” in Auftrag gegeben, die gezeigt hat, dass die CO2-Emissionen fossiler Kraftstoffe aus Teersand oder Schwerstöl bis zu 2,5 Mal so hoch sind wie die aus anderen Ölquellen.

Aus den sogenannten unkonventionellen Ölquellen stammen heute mehr als 5% der Weltölproduktion und Experten gehen davon aus, dass die Nutzung solcher Ölquellen in den nächsten Jahren einen wahren Boom erleben wird. Umso wichtiger ist es laut BEE, dass sich die klassische Minerlölwirtschaft für eine umweltfreundlichere Produktion entscheidet und dazu bereit ist, sich entsprechenden Kriterien anzupassen.

Die heute präsentierten Untersuchung der dena kommentiert Schütz mit den Worten: “Für uns ist es völlig unverständlich, dass die Deutsche Energie-Agentur in ihrer Untersuchung dem Mineralöl eine tragende Rolle im Energiemix der kommenden Jahrzehnte bescheinigt, ohne gleichzeitig Überlegungen anzustellen, wie die Umwelt- und Klimabeeinträchtigungen durch zunehmend problematische Ölquellen verringert werden können.”